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KomNet-Wissensdatenbank

Wie lange dürfen wir Zubereitungen mit nicht vorregistrierten, in der EU hergestellten, Stoffen in die EU exportieren?

KomNet Dialog 5435

Stand: 25.09.2009

Kategorie:

Dialog
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Frage:

Wir stellen Zubereitungen her, die wir in die EU exportieren. Dazu beziehen wir Stoffe aus der EU. Wenn nun unser EU-Lieferant einen Stoff nicht unterstützt, wie lange haben wir Zeit, um diesen Stoff zu ersetzen respektive wie lange dürfen wir Zubereitungen mit nicht vorregistrierten in der EU hergestellten Stoffen in die EU exportieren?

Antwort:

Die Frage impliziert, dass es sich bei den aus der EU bezogenen Stoffen um registrierungspflichtige Phase-in-Stoffe handelt; sie liegen mit den Mengen also über 1 t/a und die Stoffe haben eine EINECS-Nummer.
Die Bestimmungen über die Registrierung von Stoffen gelten grundsätzlich ab dem 01. Juni 2008.
Um die Übergangsfristen für Phase-in-Stoffe nutzen zu können, müssen diese vom Registranten bis zum 01. Dezember 2008 vorregistriert werden. Nicht vorregistrierte Phase-in-Stoffe dürfen somit nach dem 01. Dezember 2008 nicht mehr in Verkehr gebracht werden, da sie sofort voll registrierungspflichtig wären. Nach diesem Datum ist eine (nachträgliche) Vorregistrierung nur möglich, wenn ERSTMALS die Mengenschwelle von 1 t/a überschritten wird und die restliche Übergangsfrist noch mindestens 12 Monate beträgt.
Für die Vorregistrierung wäre die Tochterfirma in der EU als Importeur zuständig - oder Sie wählen den Weg über einen Alleinvertreter.
Fundorte in der REACH-Verordnung:
Inkrafttreten der Registrierungspflicht: Art. 141 Abs. 2
Übergangsbestimmungen für Phase-in-Stoffe: Art. 23
Vorregistrierungspflicht und -frist: Art. 28 Abs. 1-3
Nachträgliche Vorregistrierung: Art. 28 Abs. 6
Alleinvertreter für Firmen außerhalb der EU: Art. 8