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KomNet-Wissensdatenbank

In welcher Form sollte die Ablehnung eines Impfangebotes dokumentiert werden?

KomNet Dialog 5426

Stand: 04.03.2007

Kategorie: Gesundheitsschutz > Impfungen > Impfangebote, Impfempfehlungen

Dialog
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Frage:

Der Arbeitgeber muß die empfohlenen Impfungen anbieten (nach Biostoffverordnung). Frage: In welcher Form und durch wen muß bzw. sollte dokumentiert werden, wenn ein Mitarbeiter die Impfung ablehnt?

Antwort:

Nach § 12 Abs. 2 Biostoffverordnung müssen Beschäftigte, die Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen ausführen, anhand der Betriebsanweisung über die auftretenden Gefahren und über die Schutzmaßnahmen unterwiesen werden. Die Unterweisung ist vor Aufnahme der Tätigkeiten mündlich und arbeitsplatzbezogen durchzuführen sowie in den Fällen des § 8 Satz 1 zu wiederholen. Zeitpunkt und Gegenstand der Unterweisungen sind im Anschluss an die Unterweisung schriftlich festzuhalten und vom Unterwiesenen durch Unterschrift zu bestätigen.
In die Dokumentation der Unterweisung könnte auch die Ablehnung eines Impfangebotes aufgenommen und durch Unterschrift vom Unterwiesenen bestätigt werden.
Um mögliche Kollisionen mit ärztlichen Schweigepflichten zu vermeiden, sollte die Dokumentation separat wie z.B. unter http://www.b-a-z.de/downloads/020_Infektionsgefahr_G42.pdf  beschrieben, vorgenommen werden.
Weitere Informationen zur Schweigepflicht werden z.B. unter http://www.hepatitiscfachtag.org/aktionsbundnis/pdf_07/aufl_2_interaktiv.pdf  (5,2 MB) angeboten.