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KomNet-Wissensdatenbank

Was ist eine funktionierende oder nicht funktionierende Maschine in Bezug auf das CE-Zeichen?

KomNet Dialog 5326

Stand: 04.02.2007

Kategorie: Sichere Produkte > Inverkehrbringen und Kennzeichnung > CE-Kennzeichnung, GS-Zeichen

Dialog
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Frage:

Wir sind Hersteller von lüftungstechnischen Geräten und Anlagen. Was ist eine funktionierende oder nicht funktionierende Maschine in Bezug auf das CE-Zeichen? Wir setzen verschiedene Bauteile diverser Hersteller ein, die an unsere Geräte und Anlagen montiert und elektrisch angeschlossen werden müssen. Teileweise werden diese Teile von uns montiert aber nicht elektrisch angeschlossen oder in Betrieb genommen. Wir stellen für unsere Anlagenkomponeten eine Herstellererklärung aus und nehmen keine CE-Kennzeichnung vor. Warum tragen alle Bauteile unserer Zulieferer ein CE-Zeichen, obwohl diese nicht eingenständig funktionieren können?

Antwort:

Der Begriff Erklärung des Herstellers entsprechend § 3 Abs. 3 der 9. GPGSV ist insbesondere bei unvollständigen Maschinen / Teilmaschinen einschlägig. Ohne nähere Informationen über die von Ihnen angesprochenen Bauteile diverser Hersteller zu kennen, ist es durchaus möglich, dass die auf diesen Bauteilen vorgenommenen CE-Kennzeichnungen aus anderen Rechtsgebieten notwendig sind (z.B. aus der 1. GPSGV i.V.m. der Niederspannungsrichtlinie oder aus dem EMVG).

Wenn es sich bei den Bauteilen um unvollständige Maschinen handelt, wäre auch denkbar, dass Ihre Zulieferer eine unzulässige CE-Kennzeichnung vorgenommen haben, dies ist jedoch im Einzelfall genau zu erörtern ggf. kann auch die zuständige Marktüberwachungsbehörde eingeschaltet werden.

Auf die Richtlinie 2006/42/EG (neue Maschinenrichtlinie), die noch nicht in nationales Recht umgesetzt ist, wird hingewiesen. Insbesondere zum Thema unvollständige Maschinen werden hier zukünftig zusätzliche Anforderungen auf Hersteller vorgeschrieben. Weitere Informationen auch unter  http://www.maschinenrichtlinie.de .