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KomNet-Wissensdatenbank

Dürfen Unternehmen die digitalen Daten der Kontrollgeräte und Fahrerkarten von einem externen Dienstleister sichern und auswerten lassen?

KomNet Dialog 5325

Stand: 04.02.2007

Kategorie: Arbeitszeit, Arbeitsbedingungen > Sozialvorschriften im Straßenverkehr > Digitales Kontrollgerät

Dialog
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Frage:

Einsatz von Dienstleistern bei der Speicherung von digitalen Daten des EG-Kontrollgerätes Kleinunternehmen, die einen oder wenige LKW oder KOM im gewerblichen Verkehr nutzen, sind sie natürlich auch zur Datenspeicherung und –sicherung verpflichtet. Damit sind allerdings nicht unerhebliche Investitionen in diesen Unternehmen notwendig, die einige dieser Unternehmen nur schwer schultern können. Deshalb die Frage: Können Unternehmen die digitalen Daten ihrer Kontrollgeräte und der Fahrerkarte von einem externen Dienstleister sichern lassen, der diese Speicherungs- und Auswertetechnik besitzt und diese Tätigkeiten, natürlich unter Beachtung des Datenschutzes anbietet?

Antwort:

Nach § 2 Abs. 5 der Fahrpersonalverordnung hat der Unternehmer sicherzustellen, dass alle Daten aus dem Massenspeicher des Kontrollgerätes spätestens alle drei Monate, beginnend mit dem ersten Tag der Aufzeichnung, zur Speicherung im Betrieb kopiert werden.
Die Daten der Fahrerkarte sind spätestens alle 28 Tage, beginnend mit dem ersten Tag der Aufzeichnung, zur Speicherung im Betrieb zu kopieren.
Der Unternehmer hat von allen kopierten Daten unverzüglich Sicherheitskopien zu erstellen, die auf einem gesonderten Datenträger zu speichern sind.
Diese Daten hat der Unternehmer zwei Jahre lang zu speichern und auf Verlangen einer zur Kontrolle befugten Stelle entweder unmittelbar oder durch Datenfernübertragung oder auf einem durch die zuständige Behörde zu bestimmenden Datenträger zur Verfügung zu stellen.

Ein externer Dienstleister kann für einen Unternehmer die Daten der Fahrerkarte und des Massenspeichers des Kontrollgerätes unter Beachtung der v.g. Fristen kopieren und sichern.