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Welches Vorgehen wird für Produkte empfohlen, die auf Basis anorganischer Pulversubstrate durch Oberflächenmodifizierung hergestellt werden?

KomNet Dialog 5298

Stand: 28.09.2009

Kategorie:

Dialog
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Frage:

Betr.: (Vor-)Registrierung von oberflächenmodifizierten anorganischen Füllstoffen Welches Vorgehen wird für Produkte empfohlen, die auf Basis anorganischer Pulversubstrate durch Oberflächenmodifizierung hergestellt werden? Dieses Coating dient dem Zweck, gewisse Verarbeitungseigenschaften des Substrates wie z. B. die Benetzbarkeit zu verbessern. Beispielhaft sei die Umsetzung von Metallhydroxiden mit einem Organosilan (wenige Prozent) genannt, wobei letzteres infolge einer Kondensationsreaktion an der Oberfläche der Substratpartikel gebunden wird. Es entsteht dabei keine definierte chemische Verbindung, andererseits liegt das Additiv aber auch nicht mehr in der ursprünglichen monomeren Form vor.

Antwort:

Der Stoff, den Sie zur Oberflächenmodifizierung einsetzen, ist von Ihrem Vorlieferanten bzw. soweit Sie Importeur sind, zu registrieren (größer 1 t/a). Für die bei der Oberflächenbehandlung entstehenden Stoffe kann die Ausnahme gemäß Anhang V Nr. 4 b evtl. in Anspruch genommen werden, da diese Stoffe für die Erzielung einer bestimmten physikalischen Eigenschaft dienen und nicht als solche in Verkehr gebracht werden. Auch die Ausnahme nach Anhang V Nr. 3 wäre heranzuziehen, da es bei der Endnutzung des Oberflächenbehandlungsmittels zur Entstehung von Stoffen gekommen ist.