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KomNet-Wissensdatenbank

Können die 80 Stunden einer Doppelwoche auf zwei Wochen ungleichmäßig verteilt werden?

KomNet Dialog 5291

Stand: 04.02.2007

Kategorie: Arbeitszeit, Arbeitsbedingungen > Arbeitszeitberatung und -gestaltung > Rechts- und Auslegungsfragen, Sonstiges (8.1.8)

Dialog
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Frage:

Ich möchte in einem Geschäft arbeiten, das von Montag bis Samstag geöffnet hat. Gemäß Arbeitsvertrag habe ich eine 40-Stunden-Woche, die folgendermaßen aufgeteilt ist: 1. Woche: Mo-Fr. (Samstag frei) 2. Woche: Mo-Do und Sa (Freitag frei) Ist es möglich, die 40 Stunden Woche in eine 32 und 48 Stunden Woche zu splitten? Also: 1. Woche: Mo-Sa (kein freier Tag) 2. Woche: Mo-Do (Fr und Sa frei) Ist eine solche Aufteilung nach den gesetzlichen Vorschriften möglich?

Antwort:

Das Arbeitszeitgesetz gibt für die werktägliche Arbeitszeit folgenden Rahmen vor (§ 3 ArbZG):
"Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden."

Als Werktage zählen alle Tage, die keine Sonn- oder Feiertage sind.

Bei der beschriebenen Aufteilung wird der geforderte werktägliche 8-Stunden Durchschnitt eingehalten. Dass bedeutet, wenn an den einzelnen Werktagen die 10-Stundengrenze nicht überschritten wird, ist es möglich, die von Ihnen vorgeschlagene Splittung vorzunehmen.