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Welche REACH-Verpflichtungen gelten für importierte Produkte, die Glycerin und Monoglyceride enthalten?

KomNet Dialog 5281

Stand: 28.09.2009

Kategorie: Sichere Chemikalien > Registrierung > Registrierungspflichtige Stoffe

Dialog
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Frage:

Die in die EU importierten Produkte enthalten zu ca. 15 % Glycerin. Insgesamt werden auf diese Weise mehr als 10 Tonnen pro Jahr an Glycerin in die EU eingeführt. Ferner enthalten die Produkte zu einem weit geringeren Anteil Monoglyceride („acetylated monoglyceride“). 1) Unterliegen die beiden genannten Stoffe aufgrund des neuen REACH Systems einer Registrierungspflicht oder sind sie von einer solchen befreit sind? 2) Unterliegen die beiden genannten Stoffe aus einem anderen Grund, z.B. aufgrund einer besonderen Risikobeschaffenheit etc., einer Anmeldungs- bzw. Registrierungspflicht? 3) Wenn eine Registrierungspflicht vorliegt, bis wann muss eine solche Registrierung vorgenommen werden?

Antwort:

Alle Stoffe als solche oder in einer oder mehreren Zubereitungen, die Sie in Mengen von 1 Tonne oder mehr pro Jahr (pro Kalenderjahr) importieren oder herstellen, müssen Sie registrieren lassen. Das bedeutet auch, dass alle Chemikalien, die in die EU importiert werden, also in das Zollgebiet der Gemeinschaft verbracht werden, registriert werden müssen.
Ausnahmen von der Registrierungspflicht sind in Artikel 2 und den Anhängen IV und V der REACH-Verordnung geregelt. Unterliegen Ihre importierten Chemikalien nicht diesen Ausnahmen, müssen Sie diese Chemikalien registrieren.
Falls es sich bei dem importierten Produkt nicht um eine Zubereitung handelt, sondern um einen Stoff, könnten die Gehalte als Glycerin und der Anteil an Monoglyceride als Verunreinigung gewertet werden und wären dann mit der Registrierung des Stoffes als solchen abgedeckt (Verunreinigungen müssen bei der Registrierung angegeben werden).