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Welche Anforderungen bestehen an Sicherheitsgurte, die im 1 KV- und 10 KV-Freileitungsnetz eingesetzt werden dürfen?

KomNet Dialog 5193

Stand: 22.12.2011

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Persönliche Schutzausrüstung (PSA) > Auswahl von PSA

Dialog
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Frage:

Welche Anforderungen bestehen an Sicherheitsgurte, die im 1 KV- und 10 KV-Freileitungsnetz eingesetzt werden dürfen?

Antwort:

Eine besondere Anforderung an die Auffanggurte hinsichtlich Widerstand oder Leitfähigkeit gibt es nicht. Sie müssen der DIN EN 361 "Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz - Auffanggurte" und der DIN EN 358 "Persönliche Schutzausrüstung für Haltefunktionen und zur Verhinderung von Abstürzen - Haltegurte und Verbindungsmittel für Haltegurte" entsprechen. Nach § 2 der PSA-Benutzungsverordnung dürfen nur persönliche Schutzausrüstungen (PSA) gegen Absturz ausgewählt werden, die der 8. ProdSV entsprechen. Erkennbar ist dies an der CE-Kennzeichnung (inklusive Konformitätserklärung) und einer vierstelligen Kenn-Nummer (überwachende Stelle).
Normen können kostenpflichtig beim Beuth-Verlag bezogen werden. Siehe hierzu auch die Ausführungen der GUV-R 198 "Benutzung von persönlichen Schutzausrüstungen gegen Absturz".

Der Auffanggurt sollte mit einer Auffangöse und seitlichen Halteösen ausgestattet sein. Bei den Beschlagteilen sollte man anstatt Aluminium Stahl wählen.

Bei Arbeiten an hochgelegenen Arbeitsplätzen sind die Mindestanforderungen des Anhangs 2 Nr. 5 zur Betriebssicherheitsverordnung zu beachten.

Grundsätzlich müssen bei Arbeiten in der Nähe von spannungsführenden Teilen, ohne dass ein direkter Schutz gegen Berühren gegeben ist (z. B. Freileitungen), Schutzabstände eingehalten werden. Diese sind in der Durchführungsanweisung zur BGV A3 "Elektrische Anlagen und Betriebsmittel" (§ 7) genannt.