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KomNet-Wissensdatenbank

Welche Rechtsnatur haben die VdS-Richtlinien im Brandschutz?

KomNet Dialog 5126

Stand: 08.01.2015

Kategorie: Betriebliches Arbeitsschutzsystem > Gefährdungsbeurteilung > Beurteilungsinstrumente, Hilfsmittel

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Frage:

Welche Rechtsnatur haben die VdS-Richtlinien im Brandschutz? Und wer ist an sie gebunden?

Antwort:

Die VdS Schadenverhütung ist ein Unternehmen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V (GDV; nähere Informationen finden Sie im Kurzprofil der VDS). Sie verlegt im Auftrag des GDV ein umfangreiches technisches Regelwerk für die Prüfung und Zertifizierung von Produkten und Firmen - die VdS-Richtlinien.

Bei der VdS Schadenverhütung handelt es sich um ein privatwirtschaftlich organisiertes Unternehmen. Die VdS-Richtlinien sind zunächst einmal Gegenstand der vom GDV bzw. seiner Mitgliedsorganisationen mit Versicherungsnehmern getroffenen vertraglichen Vereinbarungen (Versicherungsverträge).

Die VdS-Richtlinien haben sich als Regeln der Technik etabliert. Da mit den VdS-Richtlinien auch Interessenstandpunkte vertreten werden, sind diese gleichwohl widerlegbar. Da die VdS-Richtlinien in der Fachwelt eine hohe Akzeptanz haben und vielfach die Vermutung sicherheitsgerechten Handelns auslösen, ist aus arbeitsschutzrechtlicher Sicht zu empfehlen, bei der Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung die VdS-Richtlinien zu berücksichtigen und bei vorgesehenen Abweichungen eine entsprechende Begründung in die Gefährdungsbeurteilung aufzunehmen.