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KomNet-Wissensdatenbank

Bis wann sollte man als Hersteller die Verwendungen eines Stoffes festgestellt haben?

KomNet Dialog 5097

Stand: 09.06.2010

Kategorie:

Dialog
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Frage:

Bis wann sollte man als Hersteller die Verwendungen eines Stoffes festgestellt haben? Einerseits werden die Kunden fragen, ob ihre Verwendungen unterstützt werden. Auf der anderen Seite kann man über Verwendungen erst etwas nach der Entwicklung von Expositionsszenarien sagen und dazu braucht man die Ergebnisse aller erforderlichen Versuche. Die bekommt man aber erst im Rahmen eines SIEF. Reicht es nicht aus, wenn die Verwendungen erst zur Registrierung genannt wird, die erst im Jahr 2013 oder 2018 sein könnte?

Antwort:

Rein formal müssen die Registrier-Unterlagen erst bis zum Ablauf der jeweils gültigen Frist eingereicht werden. Da aber neben den Wirkdaten (PC-, Tox- und Ökotox-Daten) auch Informationen über die Expositionen erforderlich sind, sollten die Vorarbeiten rechtzeitig erfolgen. Nicht für alle Verwendungen wird es geeignete Standard-Expositionsszenarien geben und die Expositionskategorien werden zurzeit nur als ergänzende Information anerkannt.
Da jedoch die Verwendungsmuster eines Stoffes bekannt sein müssen, um qualifizierte Expositionsabschätzungen vornehmen und diese gegebenenfalls durch Messdaten unterstützen oder mit veröffentlichten Monitoringdaten vergleichen zu können, ist es sinnvoll, wenn diese Informationen frühzeitig vorliegen.
Daher bietet es sich an, möglichst bald mit den Kunden über die Verwendungen eines Stoffes zu sprechen. Umgekehrt hat nach Artikel 37 der REACH-Verordnung auch jeder nachgeschaltete Anwender das Recht, dem Hersteller eine Verwendung bekannt zu geben, damit diese zur so genannten identifizierten Verwendung wird.