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Welche Maschenweite darf ein Drahtgeflecht höchstens haben, das als Splitterschutz an einem Glasapparat dienen soll?

KomNet Dialog 5076

Stand:

Kategorie: Sichere Produkte > Beschaffenheit von Arbeitsmitteln / Einrichtungen > Beschaffenheit von Sicherheitseinrichtungen

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Frage:

An einem Glasapparat soll ein Splitterschutz angebracht werden, dieser soll aus einem Drahtgeflecht erstellt werden; welche Maschenweiten des Drahtgeflechtes (vorgesehen ist ca. 40 mm) dürfen höchstens verwendet werden, um einen sicheren Splitterschutz zu gewährleisten?

Antwort:

Eine konkrete Aussage über die Maschengröße des Splitterschutzes kann nicht gemacht werden, da über die Splittergröße nichts bekannt ist. Auch die erforderliche Gefährdungsbeurteilung durch den Arbeitgeber wird hierüber keinen Aufschluss geben können.
Im Zweifelsfall ist der erforderliche Splitterschutz aus einer schlagzähen und durchsichtigen Polycarbonatscheibe herzustellen.

Grundsätzlich sind beim Arbeiten mit Glas (Glasapparaturen) die Grenzen dieses Werkstoffs bei Temperaturwechsel und mechanischer Beanspruchung zu berücksichtigen und strikte Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten. Für Arbeiten unter Druck sind weitergehende Regeln zu beachten:
– Glasgeräte, die unter Druck oder Vakuum stehen, wie z. B. Saugflaschen oder Exsikkatoren, müssen mit besonderer Vorsicht behandelt werden.
– Um Spannungen im Glas zu vermeiden, dürfen evakuierte bzw. druckbelastete Gefäße nicht einseitig oder mit offener Flamme erhitzt werden.
– Bei Druckbelastung darf die angegebene max. Druckangabe nicht überschritten werden.
– Vor jedem Evakuieren bzw. jeder Druckbelastung sind die Glasgefäße einer Sichtkontrolle auf einwandfreien Zustand zu unterziehen (starke Kratzer, Anschläge etc.). Beschädigte Glasgefäße dürfen nicht für Arbeiten mit Druck oder Vakuum verwendet werden.
– Glasgeräte nie abrupten Druckveränderungen aussetzen, z. B. evakuierte Glasgeräte nie schlagartig belüften.
– Laborgläser mit flachen Böden (z. B. Erlenmeyer-, Stehkolben) dürfen nicht mit Druck oder Vakuum belastet werden (Quelle: Technische Information Schott-Duran Glas; http://www.duran-group.com/german/download/kapitel_09_d.pdf)

Stand: Dezember 2006