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Darf zur Kennzeichnung von explosionsgeschützten Motoren an diesen ein Schild aus Aluminium angebracht werden?

KomNet Dialog 5073

Stand:

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Explosionsschutz, Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen > Sicherheitstechnische Anforderungen, Sicherheitseinrichtungen

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Frage:

Zur Kennzeichnung der explosionsgeschüztetn Motoren soll an diesen Geräte ein zusätzliches Schild aus Aluminium angebracht werden. Darf dieses Schild aus Aluminium im Ex-Bereich verwendet werden oder besteht hier die Gefahr der Erzeugung von Reibfunken mit rostigen Materialien ? Dürfen diese Schilder an den Motorgehäusen mittels Gewindebohrungen befestigt werden oder erlischt hierdurch die Baumusterzulasung ? Die Motoren sind in erhöhter Sicherheit bzw. druckfester Bauweise ausgeführt.

Antwort:

Pauschal ist zu sagen, dass die ex-geschützten Motoren so, wie sie in Verkehr gebracht werden, den notwendigen Prüfungen unterzogen werden müssen, also inclusive des Typenschildes und der Befestigung. Dann erledigt sich die Frage von selbst, weil dann die zugelassene Stelle dies prüfen muss.

Zur Sache:
Die Verwendung von Bauteilen aus Aluminium ist nicht grundsätzlich in Zone 1 verboten. Also darf auch ein Typenschild aus Aluminium verwendet werden. Wir sehen hier bei bestimmungsgemäßem Betrieb und bei zu erwartendem Fehlverhalten keine erhöhte Gefahr einer Zündquelle.

Was die Bohrungen im Gehäuse betrifft, so kann dadurch die druckfeste Bauweise beeinträchtigt werden, weil zu prüfen ist, ob die verbleibenden Wandstärken noch eine ausreichende Festigkeit haben. Dies muss der Hersteller beurteilen und von einer zugelassenen Stelle geprüft werden.

Weitere Informationen bieten auch der "Nicht verbindlicher Leitfaden für bewährte Verfahren im Hinblick auf die Durchführung der Richtlinie 1999/92/EG über Mindestvorschriften zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes und der Sicherheit der Arbeitnehmer, die durch explosionsfähige Atmosphären gefährdet werden können" ,  an.