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KomNet-Wissensdatenbank

Welche Schritte bzgl. REACH muss ein Dienstleister einleiten, der Chemikalien gestellt bekommt und anschließend wieder abliefert?

KomNet Dialog 5013

Stand: 17.01.2007

Kategorie: Sichere Chemikalien > Datenteilung > Nachgeschaltete Anwender

Dialog
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Frage:

Ich betreue als Sicherheitsfachkraft ein Unternehmen, das als Dienstleister tätig wird: das Unternehmen bekommt Chemikalien und Maschinen gestellt, führt die Einzelaufträge durch und liefert die Produkte wieder ab (in der Vergangenheit war es mitunter schwierig, Sicherheitsdatenblätter zu bekommen oder Maschinen mit CE-Kennzeichnung). Welche Schritte muss ein solcher Unternehmenstyp/Dienstleister in Sachen REACH von sich aus einleiten?

Antwort:

Jeder Hersteller eines Stoffes muss den hergestellten Stoff [>1 t/a (Dreijahresdurchschnitt, vgl.: Artikel 3 (30) der REACH-Verordnung 1907/2006)] registrieren. Dies gilt unabhängig davon, ob er den Stoff in eigener wirtschaftlicher Verantwortung oder als Lohnhersteller herstellt. Die Registrierungspflicht knüpft an die bloße Tatsache an, dass ein Stoff hergestellt oder importiert wird. Im Falle der Tätigkeit als Dienstleister oder Lohnhersteller kann die Registrierung jedoch vom Auftraggeber im Namen des Dienstleisters/Lohnherstellers durchgeführt werden, sofern ersterer von letzterem entsprechend bevollmächtigt ist.