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KomNet-Wissensdatenbank

Was muss man als Downstream User bei der Erstellung der Sicherheitsdatenblätter von Zubereitungen beachten?

KomNet Dialog 4931

Stand: 09.01.2007

Kategorie:

Dialog
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Frage:

Was muss man als Downstream User bei der Erstellung der Sicherheitsdatenblätter von Zubereitungen über die z. Z. notwendigen Angaben hinaus beachten bzw. ergänzen?

Antwort:

Die REACH-Verordnung verlangt in Artikel 31, dass der Lieferant eines Stoffes oder einer Zubereitung dem Abnehmer in folgenden Fällen ein Sicherheitsdatenblatt (SDB) übermittelt:
- Der Stoff oder die Zubereitung erfüllt die Kriterien für die Einstufung als gefährlich gemäß den Richtlinien 67/548/EWG oder 1999/45/EG
- Der Stoff ist persistent, bioakkumulierbar und toxisch (PBT), oder sehr persistent und sehr bioakkumulierbar (vPvB) entsprechend der Kriterien des Anhangs XIII
- Der Anhang II des REACH Verordnungsentwurfs enthält eine detaillierte Beschreibung zur Erstellung eines SDB. Falls Sie verpflichtet sind, einen Stoffsicherheitsbericht nach Art. 14 oder 37 zu erstellen, müssen sie die einschlägigen Expositionsszenarien, gegebenenfalls einschließlich der Verwendungs- und Expositionskategorien dem SDB als Anhang beifügen.
Neu im Vergleich zur jetzigen Regelung ist, dass PBT und vPvB Eigenschaften eines Stoffes zur Erstellung eines SDB führen und im SDB wie Gefahrstoffe behandelt werden und dass u.U. ein Anhang mit Expositionsszenarien mitgeliefert werden muss.
Die Angaben zur Toxizität und Ökotoxizität müssen umfangreicher sein als in den jetzigen SDB.