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KomNet-Wissensdatenbank

Benötigen Mitarbeiter, die gelegentlich Arbeiten mit Kettensägen ausführen müssen, einen offiziellen Berechtigungsschein?

KomNet Dialog 4882

Stand: 06.06.2016

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Benutzung von Arbeitsmitteln und Einrichtungen > Betriebsanweisung / Unterweisung (Arbeitsmittel)

Dialog
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Frage:

Benötigen Mitarbeiter, die in einem Chemiebetrieb gelegentlich Arbeiten mit Kettensägen ausführen müssen, einen offiziellen Berechtigungsschein zur Ausführung dieser Arbeiten? Unterweisungen, Beriebsanweisungen und spezielle Arbeitsschutzausrüstungen sind geregelt.

Antwort:

Beauftragte Beschäftigte, die eine Unterweisung nach der DGUV I 214-059 - Ausbildung – Arbeiten mit der Motorsäge und die Durchführung von Baumarbeiten (bisher BGI/GUV I 8624) erhalten haben, benötigen keine offizielle Bescheinigung für die beauftragten Arbeiten auf dem firmeneigenen Grundstück. Sofern in geltenden Unfallverhütungsvorschriften bzw. staatlichen Vorschriften keine konkreten Vorgaben für Arbeitgeber und Beschäftigte bestehen, sind Bescheinigungen zur Zeit auch nicht gefordert. Der Arbeitgeber hat dann im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung die Erfordernis selbst zu bewerten und Maßnahmen festzulegen. Dabei sind die Regeln und Informationen (z.B. Anlage 1 der DGUV I 214-059) und sonstige Erkenntnisse, insbesondere das Unfallgeschehen, zu berücksichtigen. Grundsätzlich empfiehlt sich die weitergehende Ausbildung von Motorsägenführern anhand von geeigneten Schulungen und Übungen.

Wichtig ist, dass der Unfallversicherungsträger die Ausbildungsinhalte und Qualifikation der Ausbildung in der DGUV I 214-059 beschrieben hat. Der Unterweisende hat diese Vorgaben zu erfüllen und dann auch nach der Anlage  3 zu dokumentieren. Es hat auf den Flächen des Landesbetriebes Wald und Holz NRW jedoch keine Gültigkeit. Sollten auf dem firmeneigenen Grundstück Gestattungs- oder Bewirtschaftungsverträge mit dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW abgeschlossen sein, so sind die Vorgaben des Landesbetriebes einzuhalten. Diese sind dann vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW in Münster abzurufen, sollten sie nicht Bestandteil des Vertrages sein.

Informationen zur Arbeitssicherheit bei der Forst- und Gartenarbeit erhalten sie durch die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau: http://www.svlfg.de/

Informationen zu Schulungen und Schulungsträger bietet der Landesbetrieb Wald und Holz NRW.