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KomNet-Wissensdatenbank

Ist Arbeitskleidung, die aus einem Mischgewebe aus Baumwolle und PE besteht, für die Ex-Schutz-Zone 1 geeignet?

KomNet Dialog 4881

Stand: 26.04.2016

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Explosionsschutz, Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen > Sicherheitstechnische Anforderungen, Sicherheitseinrichtungen

Dialog
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Frage:

Ist Arbeitskleidung, die aus einem Mischgewebe mit 35 % Baumwolle und 65 % PE besteht, für die Zone 1 geeignet? In der BGR 132 `elektrostatische Aufladung` und in der BGR 189 `Schutzkleidung` finden sich keine eindeutigen Aussagen. Sind Untersuchungen oder andere Informationen bekannt, die sich mit dem elektrostatischen Aufladen von Arbeitskleidung oder Stoffqualitäten befassen?

Antwort:

Für die Herstellung bzw. das Inverkehrbringen von Persönlichen Schutzausrüstungen (PSA), hier Arbeits-, Schutzkleidung ist die Verordnung über das Inverkehrbringen von persönlichen Schutzausrüstungen (8. ProdSV) maßgebend.

Für die Bereitstellung von PSA durch den Arbeitgeber und die Benutzung von PSA durch Beschäftigte bei der Arbeit ist die „Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Benutzung persönlicher Schutzausrüstungen bei der Arbeit (PSA-Benutzungsverordnung – PSA-BV)“ maßgebend.

Gemäß § 2 Absatz 1 der PSA-BV darf der Arbeitgeber nur die PSA den Beschäftigten bereitstellen, die u.a. den Anforderungen der Verordnung über das Inverkehrbringen von persönlichen Schutzausrüstungen (8. ProdSV) entsprechen.

In der 8. ProdSV sind die Anforderungen für das Inverkehrbringen von PSA genannt. So ist z.B. eine Konformitätserklärung des Herstellers oder des Inverkehrbringers erforderlich. In der Konformitätserklärung werden die zur Herstellung und Prüfung verwandten Normen (z.B. DIN EN 1149) benannt. Die PSA muss mit einer CE-Kennzeichnung versehen sein. Diese Punkte müssen u.a. aus der Bedienungsanleitung zu der Schutzkleidung hervorgehen. Siehe dazu auch die nachfolgende Internet-Info: http://www.arbeitsschutzfachhandel.de/wissenswertes-technische-informationen.html.

Wir empfehlen, dass Sie für weitere Informationen auch den Fachausschuß PSA der DGUV ansprechen.

Hinweis: im Rahmen der Vereinheitlichung des berufsgenossenschaftlichen/staatlichen Regelwerkes wurden die BGR umbenannt:
BGR 132  wurde in die TRBS 2153 - Vermeidung von Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladungenüberführt
BGR 189 - DGUV Regel 112-189 - Benutzung von Schutzkleidung