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KomNet-Wissensdatenbank

Werden durch die Aufnahme von Milch die aufgenommenen Gefahrstoffe im Körper gebunden?

KomNet Dialog 4858

Stand: 15.12.2008

Kategorie: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Gefahrstoffen > Allgemeine Schutzmaßnahmen (5.)

Dialog
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Frage:

In einer Werkstatt/Lackiererei werden Lackier- und Schweißarbeiten (mit Absaugung) durchgeführt. Früher wurden die Mitarbeiter täglich vom Unternehmen mit einem Liter Milch zum Trinken versorgt. Dies sollte die Gefahrstoffe im Körper binden. Ist es dies noch zeitgemäß? Ist die regelmäßige Aufnahme von Milch in diesem Fall eher schädlich als nützlich?

Antwort:

Es gibt keine arbeitsschutzrechtliche Grundlage, dass Beschäftigten der Chemiebranche Milch oder Milchprodukte zur Verfügung gestellt werden müssen.
Im Arbeitsschutz stehen Maßnahmen im Vordergrund die gewährleisten sollen, dass Beschäftigte mit gefährlichen Stoffen und Zubereitungen erst gar nicht belastet werden:
- Ersatzstoffprüfung
- Gestaltung des Arbeitsverfahrens
- technische Schutzmaßnahmen
- persönliche Schutzmaßnahmen (Atemschutz, etc.)
- Unterweisung

Milch steigertüberwiegend die Aufnahme vieler Giftstoffe. Zum Teil wird aber immer noch propagiert, das Milch ein wirksames Hausmittel bei Vergiftungen sei.
Von Fachleuten wird, z.B. in den Sicherheitsdatenblättern, davor gewarnt, Milch bei Vergiftungen zu trinken.

Gleichwohl ist Milch ein zu empfehlendes hochwertiges Nahrungsmittel. Auf die Informationen unter http://www.springerlink.com/content/x256ul021g2n6201 weisen wir hin.

Zudem ist zu beachten, dass manche Personen unter der sog. Laktoseintoleranz leiden.
Wir empfehlen, dass Sie in der Angelegenheit den Betriebsarzt hinzuziehen.