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Wie können Reinigungsmittel in Einrichtungen für geistig behinderte Menschen sicher aufbewahrt werden?

KomNet Dialog 4809

Stand:

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Lagerung von Gefahrstoffen

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Frage:

In unseren Pflegeheimen verwendet der Reinigungsdienst Putzkarren, auf denen die diversen Reinigungsmittel für alle zugänglich stehen. Da es sich bei den Bewohnern um geistig behinderte Menschen handelt, kommt es immer mal wieder vor, daß von einem herumstehenden Putzwagen eben solche Flaschen mit Reinigungsmitteln entwendet werden. Es gibt diese Version der Putzkarren auch mit einem abschließbaren Fach für die Reinigungsmittel, welche zwar relativ teuer sind, die ich aber gerne beschaffen würde. Gibt es eine Vorschrift oder ähnliches, die die Beschaffung abschließbarer Putzkarren fordert?

Antwort:

In arbeitsschutzrechtlichen Vorschriften findet sich kein Hinweis auf eine verpflichtende sichere Aufbewahrung von Reinigungsmitteln bei der Betreuung geistig behinderter Menschen. Allgemein gilt nach Gefahrstoffverordnung (§ 10 Abs. 3) dass mit T+ (z.B. sehr giftig) und T (z.B. giftig) gekennzeichnete Stoffe und Zubereitungen unter Verschluss oder so aufzubewahren oder zu lagern ist, dass nur fachkundige Personen Zugang haben.

Die GUV-Regel 209 "Umgang mit Reinigungs- und Pflegemitteln" erläutert nur unter Ziffer 3.3.2.1:

"Reinigungs- und Pflegemittel sind wie folgt aufzubewahren und zu lagern (Mindestanforderungen):
– in festgelegten Bereichen oder Schränken;
– übersichtlich geordnet, in verschlossenen Behältern, möglichst im Originalbehälter oder in der Originalverpackung;
– nicht in Behältern, durch deren Form oder Bezeichnung der Inhalt mit Lebensmitteln verwechselt werden kann;
– nicht in Pausen-, Bereitschafts-, Sanitär-, Sanitätsräumen und Tagesunterkünften."

Informationen zu Reinigungs- und Pflegearbeiten finden sie auch bei den gewerblichen BGen.