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Gibt es für die `ubiquitäre Belastung` Anhaltswerte oder ist sie messtechnisch zu ermitteln?

KomNet Dialog 4638

Stand:

Kategorie: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Zulässige Belastungen > Grenzwerte

Dialog
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Frage:

Gibt es für die der `ubiquitäre Belastung`, bei deren Überschreitung Vorsorgeuntersuchungen für Gefahrstoffe ohne AGW, die in Anhang V Nr. 1 GefStoffV genannt sind, zu veranlassen sind, Anhaltswerte ? Wen ja, wo kann man diese Werte einsehen ? Oder ist es notwendig, die `ubiquitäre Belastung` in der Umgebung der Arbeitsstätte messtechnisch zu ermitteln ?

Antwort:

Es gibt keine offiziellen Listen über die ubiquitäre Belastung mit Luftschadstoffen, die hier herangezogen werden könnten. Die Hintergrundbelastung kann auch regionalen und jahreszeitlichen Schwankungen unterworfen sein, so dass derartige Listen grundsätzlich nur Anhaltswerte sein könnten.
Bei der Messung von biologischen Arbeitsstoffen wird im Regelwerk die Messung der Hintergrundbelastung zeitgleich mit der Messung der Exposition der Arbeitnehmer vorgegeben.
Bei der Messung von Gefahrstoffen wird die Ermittlung der Hintergrundbelastung nicht vorgeschrieben. Hier hat der Arbeitgeber lediglich zu ermitteln, ob die Arbeitnehmer gegenüber Schadstoffen exponiert sind oder nicht. In der Regel bezieht sich diese Beurteilung dann auf die Frage, ob Schadstoffe am Arbeitsplatz frei werden oder nicht. Eine Messung der Hintergrundbelastung erfolgt hier nicht.
Für einige Luftschadstoffe unterhalten die Länder Messnetze, so dass hier zumindest über die Größenordnung der Luftschadstoffkonzentration Informationen vorliegen.
Weitere Infos sind dann z.B. über Landesumweltämter, http://www.lua.nrw.de oder das Umweltbundesamt, http://www.umweltbundesamt.de erhältlich.

Stand: September 2006