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KomNet-Wissensdatenbank

Ist Schleifstaub gesundheitsgefährdend? Welche Filter sind beim Absaugen zu verwenden?

KomNet Dialog 4503

Stand: 19.09.2014

Kategorie: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Gefährdungen > Gefährdungen durch Stäube

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Frage:

Beim Schleifen von Stahlwerkstücken entsteht Schleifstaub. Ist dieser Schleifstaub gesundheitsgefährdend? Wenn eine Absaugung montiert werden soll, welche Filterkataegorie muss/sollte verwendet werden?

Antwort:

Auf den beim Schleifen von unbehandelten Stahlwerkstücken (Baustahlqualität, keine Farbbeschichtung) entstehenden Schleifstaub ist der allgemeine Staubgrenzwert der TRGS 900, www.baua.de/trgs von derzeit
- 3 mg/m3 alveolengängige Fraktion und
- 10 mg/m3 einatembare Fraktion anzuwenden.

Nähere Informationen zur Anwendung und zum Geltungsbereich des allgemeinen Staubgrenzwert sind unter Ziffer 2.4 der TRGS 900 erläutert.

Bei den Staubfiltern unterscheidet man drei Staubklassen:
Staubklasse L für Stäube mit leichter Gefahr für die Gesundheit. Für Stäube mit Arbeitsplatzgrenzwerten von mehr als 1 mg/m3. Der Durchlassgrad des Filters ist kleiner als 1,0 %. .

Staubklasse M für Stäube mit mittlerer Gefahr für die Gesundheit. Der Arbeitsplatzgrenzwert muss größer als 0,1 mg/m3 sein. Geeignet für Quarzstäube. Der Durchlassgrad des Filters ist kleiner als 0,1 %.

Staubklasse H für Stäube mit hoher Gesundheitsgefahr (z.B. Krebs erregender Asbeststaub). Der Durchlassgrad ist kleiner 0,005%.

Staubklasse B1 gilt für staubexplosionsgeschützte Entstauber.

Eine Übersicht der aktuellen Staubklassen von Absaugungen werden unter www.dguv.de/ifa/de/pra/staubklassen/index.jsp angeboten. Bitte nutzen Sie die dort gegebenen Informationen.