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In welcher Schutzart muss die Elektroinstallation einer Ausbildungswerkstatt ausgeführt sein?

KomNet Dialog 4369

Stand:

Kategorie: Sichere Produkte > Beschaffenheit von Arbeitsmitteln / Einrichtungen > Beschaffenheit von Sicherheitseinrichtungen

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Frage:

Ein Klassenraum wird in eine Ausbildungswerkstatt (Handarbeitswerkstatt-Zimmerer, keine Maschinenarbeiten, lediglich Handarbeiten wie Sägen, Stemmen usw.) umfunktioniert. In welcher Schutzart muss die Elektroinstallation dieses Raumes ausgeführt werden?

Antwort:

Anforderungen bezüglich der Elektroinstallation ergeben sich grundsätzlich aus der Normenreihe VDE 0100 (Stand der Technik). Dabei hängen die Schutzmaßnahmen von den Tätigkeiten in den jeweiligen Räumen, aber auch von den vorhandenen Netz-Systemen (TT, TN, IT,...) ab.

Im Regelwerk GUV-V S1 (UVV Schulen) (http://regelwerk.unfallkassen.de/daten/m_uvv/V_S1.pdf) werden im § 22 Anforderungen an elektrische Anlagen in baulichen Einrichtungen in Schulen gestellt. Hier wird auf die VDE 0100-723 (Errichten von Niederspannungsanlagen- Anforderungen für Betriebsstätten, Räume und Anlagen besonderer Art- Teil 723: Unterrichtsräume mit Experimentiereinrichtungen) verwiesen. In wieweit die dort beschriebenen Anforderungen in Ihrem Einzelfall in allen Punkten anzuwenden sind, oder ob Ausnahmen (wenn beispielsweise keine Experimentiereinrichtungen, bei den mit berührungsgefährlicher Spannung experimentiert wird) möglich sind, sollten Sie im Einzelfall mit Ihrer zuständigen Unfallkasse erörtern (§ 22 sieht hier aus unserer Sicht die grundsätzliche Anwendung vor).

Aus unsere Sicht kommt der Teil 723 nicht grundsätzlich zur Anwendung, stellt aber durchaus zusätzliche und wünschenswerte Schutzmaßnahmen dar.

Weitere Informationen zur elektrischen Installation in Werkräumen mit Auszügen aus den Vorschriften und angrenzende Bereiche finden sie unter http://www.sichere-schule-nrw.de/technik/05/01.htm.

Stand: Juli 2006