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KomNet-Wissensdatenbank

Mit wieviel Personen darf ein Bereitschaftsraum/Ruheraum in Coronazeiten belegt werden?

KomNet Dialog 43440

Stand: 31.03.2021

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Gesundheitsschutz > Epidemie, Pandemie

Dialog
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Frage:

Als Mitarbeiter einer Werkfeuerwehr im 24h-Dienst, habe ich folgende Frage...: Mit wieviel Personen darf ein Bereitschaftsraum/Ruheraum belegt werden? Ist eine Überbelegung zulässig, da es keine Privatsphäre gibt.... auch gerade in Zeiten von Corona, da die Betten keinen Abstand von 1,5m aufweisen... Danke für die Antwort im Voraus

Antwort:

Grundsätzliche Anforderungen an Bereitschafträume finden Sie im Anhang zur Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) unter Nr. 4.2 und in der Technischen Regel für Arbeitsstätten ASR A4.2 "Pausen- und Bereitschaftsräume" unter Nr. 5.


In Bezug auf zusätzliche Anforderungen/Schutzmaßnahmen durch die Corona-Pandemie ist die Umsetzung von Abstands- und Hygienemaßnahmen auch in Bereitschaftsräumen von hoher Bedeutung. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat diesbezüglich "Maßnahmen in gemeinschaftlich genutzten Sanitärräumen und Sanitäreinrichtungen, Pausen- und Bereitschaftsräumen sowie in vom Arbeitgeber bereitgestellten Unterkünften" veröffentlicht. Anhand dieser Vorgaben hat der Arbeitgeber im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung die entsprechenden Schutzmaßnahmen festzulegen, woraus sich auch die maximale Anzahl an Personen ergibt, die den Raum nutzen dürfen. Grundsätzlich soll die Nutzung des Bereitschaftsraums durch möglichst kleine festgelegte Teams angestrebt werden.


Hinweise:

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen informiert unter www.mags.nrw/coronavirus zum Coronavirus. Die Informationen aller Bundesländer zu den Themen Corona-​Pandemie, SARS-​CoV-2 und COVID-​19 werden vom Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik veröffentlicht.

Weitere aktuelle Informationen zum Coronavirus finden Sie u.a. beim Robert Koch Institut, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales und bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.