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KomNet-Wissensdatenbank

Müssen Beschäftigte Mund-Nase-Bedeckungen tragen?

KomNet Dialog 43252

Stand: 13.10.2020

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Gesundheitsschutz > Epidemie, Pandemie

Dialog
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Frage:

In einem von mir betriebsärztlich betreuten Unternehmen bezweifeln Mitarbeiter, dass sie, wenn aus betrieblichen Gründen der Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann, Mund-Nase-Bedeckung tragen müssen, da dies in den staatlichen Vorschriften für die Arbeitswelt nicht eindeutig geregelt sei. In der Tat sind die diesbezüglichen Formulierungen eher schwammig, ein klares „muss“ findet sich nicht. Ich bitte daher um Auskunft, ob Beschäftigte auf Anordnung des Arbeitgebers (oder auch von selbst, sobald der Mindestabstand unterschritten ist) Mund-Nase-Bedeckungen tragen müssen. Danke.

Antwort:

Hierzu ist in der neuen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel unter Nummer 4.1 Absatz 3 folgendes nachzulesen:


"Soweit arbeitsbedingt die Abstandsregel nicht eingehalten werden kann und technische Maßnahmen wie Abtrennungen zwischen den Arbeitsplätzen nicht umsetzbar sind, müssen die Beschäftigten mindestens MNB zum gegenseitigen Schutz tragen. Entsprechend der Höhe des Infektionsrisikos, das sich aus der Gefährdungsbeurteilung ergibt, sind filtrierende Halbmasken (mindestens FFP2 oder vergleichbar [...]) als persönliche Schutzausrüstung erforderlich. Gleiches gilt, wenn in einer unmittelbaren Interaktion einer der Beteiligten keine MNB tragen kann. Die MNB und die filtrierenden Halbmasken sind vom Arbeitgeber bereitzustellen."


Auf die Erläuerterungen des DGUV- Koordinierungskreises für Biologische Arbeitsstoffe (KOBAS) zur Tragedauer von Mund-Nase-Bedeckungen weisen wir hin.


Aktueller Hinweis:

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen veröffentlicht auf der Seite www.mags.nrw/coronavirus aktuelle Informationen zum Coronavirus.

Weitere aktuelle Informationen zum Coronavirus finden Sie beim Robert Koch Institut und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sowie bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Insbesondere weisen wir auf den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard hin.