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KomNet-Wissensdatenbank

Gibt es Erleichterungen beim Tragen eines Mund-Nase-Schutzes an heißen Sommertagen?

KomNet Dialog 43215

Stand: 16.03.2021

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Gesundheitsschutz > Epidemie, Pandemie

Dialog
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Frage:

Wir müssen bei der Arbeit aufgrund der Corona-Pandemie konstant einen Mund-Nase-Schutz tragen. Dies ist insbesondere jetzt im Sommer sehr anstrengend. Gibt es hier Möglichkeiten der Erleichterung?

Antwort:

Für bestimmte Tätigkeiten ist aufgrund des SARS-CoV-2 Arbeitsschutzstandard, der diesen konkretisierenden SARS-CoV-2 Arbeitsschutzregel sowie aufgrund landesspezifischer Regelungen wie beispielsweise der Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes vorgeschrieben. Von dieser Tragepflicht gibt es Ausnahmen. So gilt sie nach § 3 der Coronaschutzverordnung NRW (Stand: 05.03.2021) u.a. nicht für Personen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können. Auch kann sie "für Inhaber und Inhaberinnen sowie Beschäftigte durch gleich wirksame Schutzmaßnahmen (Abtrennung durch Glas, Plexiglas o.ä.) ersetzt werden."


In der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel wird unter Nr. 4.2.13 auf die Mund-Nase-Bedeckung eingegangen. Danach ist u.a. zu prüfen, inwieseit die Tragezeiten durch andere Tätigkeiten oder regelmäßige Pausen reduziert werden müssen. Hierbei ist die DGUV Regel 112-190 "Benutzung von Atemschutzgeräten" zu berücksichtigen. Danach werden neben der Arbeitsschwere (Atemminutenvolumen) auch die Umgebungseinflüsse (Lufttemperatur, Luftfeuchte, Wärmestrahlung) berücksichtigt.


Hinweis:

Auf die Empfehlungen für heiße Sommertage in Arbeitsstätten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin weisen wir hin.


Hinweise:

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen informiert unter www.mags.nrw/coronavirus zum Coronavirus. Die Informationen aller Bundesländer zu den Themen Corona-​Pandemie, SARS-​CoV-2 und COVID-​19 werden vom Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik veröffentlicht.

Weitere aktuelle Informationen zum Coronavirus finden Sie u.a. beim Robert Koch Institut, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales und bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.