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Sollte man von der Nutzung von Standventilatoren oder ähnlichem in Büroräumen in der aktuellen Situation (COVID-19-Pandemie) abraten?

KomNet Dialog 43186

Stand: 14.08.2020

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Gesundheitsschutz > Epidemie, Pandemie

Dialog
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Frage:

Sollte man bei Hitze von der Nutzung von Standventilatoren oder ähnlichem in Büroräumen in der aktuellen Situation (COVID-19-Pandemie) abraten? Auch bei offenen Fenster?

Antwort:

In der SARS-Co-V-2-Arbeitsschutzregel der Arbeitsausschüsse beim BMAS werden unter Ziffer 4.2.3 Anforderungen an die Lüftung formuliert. Zum Einsatz von Ventilatoren wird im Absatz 9 ausgeführt:

"Der Einsatz von Geräten im Umluftbetrieb, wie Ventilatoren (zum Beispiel Standventilatoren), Anlagen zur persönlichen Kühlung (beispielsweise mobile Klimaanlagen und Split-Klimaanlagen) oder Geräte zur Erwärmung (zum Beispiel Heizlüfter) ist in der Regel nur in Räumen mit Einzelbelegung zulässig, da sie im Umluftbetrieb im Allgemeinen keine Außenluft zur Absenkung von Aerosolkonzentrationen zuführen und der Luftstrom zu einer Verteilung von Aerosolen im Raum beiträgt."


Zur Fensterlüftung wird im Absatz 4 ausgeführt:

"Die einfachste Form der Lüftung ist die Fensterlüftung. Eine Fensterlüftung muss bei Tätigkeitsaufnahme in den Räumen und dann in regelmäßigen Abständen erfolgen. Die ASR A3.6 empfiehlt einen zeitlichen Abstand zum Lüften beispielsweise von Büroräumen nach 60 Minuten und von Besprechungsräumen nach 20 Minuten. Diese Frequenz ist in der Zeit der Epidemie möglichst zu erhöhen. Eine sogenannte Stoßlüftung über die gesamte Öffnungsfläche der Fenster ist anzuwenden. Es wird eine Lüftungsdauer von 3 bis 10 Minuten empfohlen."


Hinweis:

Auf die eine Handlungshilfe für lüftungstechnische Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) weisen wir hin.