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KomNet-Wissensdatenbank

Wie ist es zu bewerten, dass BMAS und VBG unterschiedliche Werte zum Mindestabstand von Büroarbeitsplätzen nennen?

KomNet Dialog 43181

Stand: 24.02.2021

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Gesundheitsschutz > Epidemie, Pandemie

Dialog
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Frage:

Für die Arbeit in Bürobetrieben gibt es aktuell mit dem vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) veröffentlichten SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard und den Empfehlungen für die Bildschirm- und Büroarbeitsplätze der VBG zwei Leitdokumente. Während das BMAS einen ausreichenden Abstand mit mindestens 1,5 m beschreibt, stellt die VBG den rechnerischen Abstand von zwei gegenüber angeordneten Büroarbeitstischen von 160 cm als eher unzureichend dar. Wie ist das zu bewerten?

Antwort:

Der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des BMAS schreibt ganz allgemein in Bezug auf die Arbeitsplatzgestaltung vor, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen halten sollen. In Bezug auf die Umsetzung des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards wird ausgeführt, dass dieser bei Bedarf durch die Unfallversicherungsträger sowie gegebenenfalls durch die Aufsichtsbehörden der Länder branchenspezifisch konkretisiert und ergänzt wird.


Die VBG hat mit den "Empfehlungen für die Bildschirm- und Büroarbeitsplätze" für die Branche "Bürobetriebe und Call Center" eine entsprechende Konkretisierung vorgenommen. Im vorliegenden Fall sind somit die Vorgaben der VBG umzusetzen.


Hinweis:

Unabhängig von der Corona-Pandemie bietet die DGUV-Information 215-410 "Bildschirm- und Büroarbeitsplätze - Leitfaden für die Gestaltung" praktische Hilfen für die Gestaltung der Arbeit an Bildschirm- und Büroarbeitsplätzen an.


Allg. Hinweis:

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen informiert unter www.mags.nrw/coronavirus zum Coronavirus. Insbesondere finden Sie hier auch die spezifischen Regelungen für Nordrhein-Westfalen.

Weitere aktuelle Informationen zum Coronavirus finden Sie u.a. beim Robert Koch Institut, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales und bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.