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KomNet-Wissensdatenbank

In wie weit müssen auf Baustellen Schutzmaßnahmen gegen Covid-19 im SiGePlan aufgeführt werden?

KomNet Dialog 43176

Stand: 24.02.2021

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Gesundheitsschutz > Epidemie, Pandemie

Dialog
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Frage:

Hallo, um die Ansteckungsgefahr durch Covid-19 auf Baustellen zu vermeiden, müsste doch gerade eine gewerkübergreifende gegenseitige Gefährdung möglichst vermieden werden. In wie weit müssen z.B. - die Hinweise zur Verwendung von Masken - die gemeinsam genutzten Einrichtungen (Sanitäranlagen) - andere Schutzmaßnahmen im SiGePlan ausgeführt werden? Sind genaue Beschreibungen notwendig oder reicht ein Verweis auf andere Dokumente bzw. Aushänge? Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Antwort:

Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) hat einen SARS-CoV-2 Arbeitsschutzstandard für das Baugewerbe veröffentlicht. Diese Handlungshilfe konkretisiert sowohl den SARS-CoC-2-Arbeitsschutzstandard als auch die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel. In der Handlungshilfe finden Sie u.a. Vorgaben zu Schutzmaßnahmen beim Vorhandensein unterschiedlicher Beschäftigtengruppen (Unternehmen, Gewerke). Danach sind beispielsweise seitens des Arbeitgebers organisatorische Regelungen zum Schutz der Beschäftigten zu treffen wie beispielsweise die Einteilung in feste Arbeitsgruppen, die untereinander möglichst wenig Kontakt haben.


In der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel sind im Anhang unter Punkt 1 ebenfalls Schutzmaßnahmen für Baustellen aufgeführt.


Der Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SiGePlan) dient dazu, allen am Bau Beteiligten die Sicherheitsanforderungen für die auszuführenden Arbeiten verständlich zu machen. Der SiGePlan soll allen auf der Baustelle tätigen Arbeitnehmern und Selbständigen zur Verfügung stehen. Er soll vor Ort während der Arbeitszeit einsehbar sein.


Vorgaben zum SiGePlan finden sich außer in der Baustellenverordnung (BauStellV) in der Regel zum Arbeitsschutz auf Baustellen RAB 31. Unter Nr. 3.2 "Inhaltliche Mindestanforderungen" werden als ein Grundelement "Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Minimierung der Gefährdungen" genannt. Zu diesen Gefährdungen gehört auch die Ansteckungsgefahr durch SARS-CoV-2.


Fazit:

Wir empfehlen, die zum Schutz vor Gefährdung durch SARS-CoV-2 festgelegten Maßnahmen auf der Baustelle in den SiGePlan aufzunehmen und diesbzgl. nicht auf externe Dokumente zu verweisen.