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KomNet-Wissensdatenbank

Müssen an Trainingsgeräten in Fitnessstudios wiederkehrende Prüfungen durchgeführt werden?

KomNet Dialog 4315

Stand: 15.06.2013

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Prüfungen (1.13) > Prüfpflichtige Arbeitsmittel und Einrichtungen

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Frage:

Müssen an Fitnessgeräten oder Trainingsgeräten, wie sie etwa in Fitnessstudios betrieben werden, wiederkehrende Prüfungen durchgeführt werden? Wenn ja welche? In welcher Vorschrift ist das hinterlegt?

Antwort:

Unterliegen die Geräte dem Medizinproduktgesetz-MPG, so gilt auch die Medizinproduktebetreiberverordnung-MPBetreibV mit den entsprechenden Prüfvorschriften.

Gilt dies nicht, so ist zu prüfen, ob die Geräte auch von den Mitarbeitern (Beschäftigte) genutzt werden. Hierzu zählt auch die Unterweisung von Kunden bzw. die Demonstration von Übungen. In diesem Fall handelt es sich auch um Arbeitsmittel im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung. Hier hat der Arbeitgeber selbst im Rahmen seiner Gefährdungsbeurteilung nach § 3 der Betriebssicherheitsverordnung insbesondere Art, Umfang und Fristen erforderlicher Prüfungen zu ermitteln.

Prüfgrundlage bilden -je nach Gerät- verschiedene Normen des DIN, z.B. die DIN 79000:2011-05 "Standortgebundene Fitnessgeräte in Aussenbereichen", evtl. DIN EN 957-1:2005 "Stationäre Trainingsgeräte" sowie die üblichen zugehörigen zu verschiedenen Materialien, z.B. Holzbeständigkeit (DIN EN 351) und Metall (DIN EN ISO 6508). Entsprechend Benutzergruppe / Altersgruppe wäre auch die DIN EN 1176 mit Vorläuferversionen sowie die DIN EN 15312 und die 18034 möglich.

Die genannten Normen können beim Beuth-Verlag erworben werden.

Weitere Prüfverpflichtungen können sich aus der Bedienungsanleitung des Gerätes durch den Hersteller ergeben.