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KomNet-Wissensdatenbank

Fällt eine vorübergehende Tätigkeit von zu Hause (Homeoffice) während der COVID-19 Pandemie unter den Begriff der Telearbeit?

KomNet Dialog 43118

Stand: 25.08.2020

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Gesundheitsschutz > Epidemie, Pandemie

Dialog
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Frage:

Ein Callcenter betreibt ein Großraumbüro. Im Zuge der COVID-19 Pandemie werden die Mitarbeiter angehalten, die dienstliche Tätigkeit von zuhause aus durchzuführen. Die Arbeitszeit bleibt wie vertraglich vereinbart, in den allermeisten Fällen 40 Std / Woche, allerdings gibt es (derzeit) keinen Zusatz zum Arbeitsvertrag, der eine Verlagerung in das häusliche Umfeld regelt. Ist das Telearbeit im Sinne der Arbeitsstättenverordnung?

Antwort:

Hierzu ist auf der Internetseite der DGUV folgendes nachzulesen:


"Wird für einen beschränkten Zeitraum Home-Office empfohlen oder angeordnet, handelt es sich aus Arbeitsschutzsicht um mobile Arbeit. Sie ist abzugrenzen von der klassischen Form des Home-Office, der Telearbeit. Telearbeit heißt: Der Arbeitgeber richtet im Privatbereich von Beschäftigten einen Arbeitsplatz mit der entsprechenden Ausstattung ein und regelt die Arbeit von zuhause arbeitsvertraglich oder im Rahmen einer Vereinbarung. Hierfür macht die Arbeitsstättenverordnung entsprechende Vorgaben.

Unter mobiler Arbeit sind Tätigkeiten zu verstehen, die außerhalb der Arbeitsstätte unter Nutzung von stationären oder tragbaren Computern oder anderen Endgeräten stattfinden und nicht zwischen Arbeitgeber und Beschäftigten fest vereinbart sind. Solche

Tätigkeiten umfassen auch das kurzfristig angesetzte Arbeiten in der eigenen Wohnung. Bei der Möglichkeit, während der Corona-Krise für einen begrenzten Zeitraum im Home-Office zu arbeiten, handelt es sich also - in der Regel - nicht um Telearbeit im Sinne der Arbeitsstättenverordnung, sondern um mobile Arbeit. Für mobile Arbeit gelten die allgemeinen Vorgaben des Arbeitsschutzgesetzes und des Arbeitszeitgesetzes, spezielle Regelungen wie bei der Telearbeit gibt es jedoch nicht.

In Ausnahmesituationen, wie jetzt im Rahmen der Corona-Krise, kann mobiles Arbeiten auch über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden."


Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel enthält unter Pkt. 4.2.4 Vorgaben zum Homeoffice.


Aktueller Hinweis:

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen veröffentlicht auf der Seite www.mags.nrw/coronavirus aktuelle Informationen zum Coronavirus.

Weitere aktuelle Informationen zum Coronavirus finden Sie beim Robert Koch Institut und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sowie bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Auf den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard weisen wir hin.