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Nach welchen Berufsgenossenschaftlichen Grundsätzen werden arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen beim Umgang mit n-Hexan, n-Heptan, 2-Butanon, 2-Hexanon, Ethanol, 2-Methoxyethanol durchgeführt?

KomNet Dialog 42459

Stand: 24.09.2018

Kategorie: Gesundheitsschutz > Arbeitsmedizinische Vorsorge > Untersuchungsinhalte

Dialog
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Frage:

Nach welchen Berufsgenossenschaftlichen Grundsätzen werden arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen beim Umgang n-Hexan, n-Heptan, 2-Butanon, 2-Hexanon, Ethanol, 2-Methoxyethanol durchgeführt? Diese Stoffe sind im Anhang der ArbMedVV, Teil 1, (2), 2c. aufgeführt. Für Stoffe wie z.B. Methanol (G10) oder Dimethlyformamid (G19) gibt es entsprechende Berufsgenossenschaftlichen Grundsätz, diese scheinen jedoch für die o.g. Stoffe nicht zu existieren?.

Antwort:

Es ist zutreffend, dass für die im Anhang der ArbMedVV im Teil 1 (2) 2 c aufgeführte Angebotsvorsorge bei den erfragten Tätigkeiten mit n-Hexan, n-Heptan, 2-Butanon, 2-Hexanon, Ethanol und 2-Methoxyethanol keine eigenen berufsgenossenschaftlichen Grundsätze für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen vorliegen.


Insgesamt bleibt anzumerken, dass die ArbMedVV mit Ihrem Anhang die rechtliche Grundlage der arbeitsmedizinischen Vorsorge darstellt.


Die Berufsgenossenschaftlichen Grundsätze für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen der DGUV sind rechtlich nicht verbindlich und haben einen Empfehlungscharakter. Sie formulieren Mindeststandards und stellen den jeweils aktuellen Stand der Wissenschaft dar. Die Grundsätze bilden jedoch nicht den gesamten Anhang der ArbMedVV mit allen Untersuchungsanlässen ab. Zudem finden sich unter den Berufsgenossenschaftlichen Grundsätzen auch Eignungsuntersuchungen, welche nicht zu dem Bereich der arbeitsmedizinischen Vorsorge nach ArbMedVV gehören.


Nach den Regelungen der ArbMedVV gehört zur arbeitsmedizinischen Vorsorge in jedem Fall ein ärztliches Beratungsgespräch mit Anamnese einschließlich Arbeitsanamnese. Hält der Betriebsarzt zur Aufklärung und Beratung körperliche oder klinische Untersuchungen für erforderlich, so bietet er diese an. Untersuchungen dürfen allerdings nicht gegen den Willen des betroffenen Beschäftigten durchgeführt werden.