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Wie wirkt sich der Kontakt mit Chrom(VI)-Verbindungen auf das ungeborene Kind aus, welche Schäden können verursacht werden?

KomNet Dialog 4223

Stand: 19.08.2015

Kategorie: Besondere Zielgruppen > Werdende und stillende Mütter > Gefährdungen für werdende / stillende Mütter

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Frage:

Wie wirkt sich der Kontakt mit Chrom(VI)-Verbindungen auf das ungeborene Kind aus, welche Schäden können verursacht werden?

Antwort:

Wasserlösliches Chrom (VI) wirkt extrem ätzend auf Schleimhäute und Haut. Es besteht die Gefahr schwerer Augen- und Lungenschädigung. Darüber hinaus hat es auch eine sensibilisierende (Haut/Atemwege) und giftige Wirkung und kann die Nieren, das Blut und die Leber akut schädigen. Die chronische Aufnahme führt zur lokalen Schädigung von Haut und Schleimhäuten, insbesondere des Nasen-Rachen-Raumes, zu allergischen Haut- und Atemwegserkrankungen und zu Lungenkrebs.

Chrom(VI)-Verbindungen haben u.a folgende Einstufungen:
Keimzellmutagenität, Kategorie 1B; H340 (kann genetische Defekte verursachen)
Karzinogenität, Kategorie 1A; H350 (kann Krebs erzeugen)
Reproduktionstoxizität, Kategorie 2; H361f (Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen)

Weitere Informationen zu Chrom (VI) – Verbindungen können der GESTIS-Stoffdatenbankentnommen werden.

Ein Umgang Schwangerer mit Chrom (VI) - Verbindungen ist nach dem Mutterschutzgesetzin Verbindung mit der Mutterschutzverordnungverboten! 

Wir empfehlen, Detailfragen zu krebserzeugenden Wirkungen und vererbbaren Schäden mit dem Betriebsarzt bzw. dem behandelnden (Frauen-)arzt zu erörtern.