Inhaltsbereich
Seitentitel

KomNet-Wissensdatenbank

Welche Schutzmaßnahmen müssen beim Auspacken von Containern ergriffen werden, wenn Schimmelpilzbelastungen möglich sind?

KomNet Dialog 4051

Stand: 23.08.2012

Kategorie: Belastungen durch Biostoffe > Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Biostoffen > Allgemeine Schutzmaßnahmen (6.)

Dialog
Favorit

Frage:

Beim Auspacken von Import-Containern, im Rahmen des Umschlags von Handelsgütern aller Art in unserem Betrieb im Hamburger Hafen, ist von den Auspackern berichtet worden, dass Container von Schimmelpilzen befallen sind, da diese offensichtlich von den Containerpackern in Übersee nicht begast wurden. In der Vergangenheit wurden die Mitarbeiter mit einfachen Staubmasken ausgestattet, dies erscheint mir jedoch nicht ausreichend. Da jedoch die Art des Pilzbefalls nicht bekannt ist, müsste aus Gründen der optimalen Sicherheit hinsichtlich des Atemschutzes ein Atemschutzpartikelfilter verwendet werden, der sämtlich Arten abdeckt. Gibt es zu diesem Punkt Untersuchungen. Hinsichtlich des Körperschutzes würde ich das Tragen eines Einmalanzuges und spezieller Handschuhe empfehlen. Welchen Anforderungen müssen diese genügen?

Antwort:

Schimmelpilzbelastung ist unabhängig von Begasungen zu sehen. Auch begastes Material kann schimmeln.

Das Amt für Arbeitsschutz Hamburg hat eine Internetseite zu diesem Thema veröffentlicht. Dort sind auch konkrete Anforderungen an den Atemschutz genannt (FFP2). Auf die Biostoffverordnung und die TRBA 500 wird hingewiesen bzw. verlinkt: http://www.hamburg.de/startseite-branchen/121114/container-schimmel.html

Eine Übersicht und Beschreibung von Atemschutzgeräten finden sie in derBGR 190.

Bei konkreten weiteren Fragen können Sie sich auch direkt an das Hamburger Amt für Arbeitsschutz wenden.