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Welche Schutzvorrichtungen sind für spanabhebende Werkzeugmaschinen vorgeschrieben oder empfohlen?

KomNet Dialog 4050

Stand:

Kategorie: Sichere Produkte > Beschaffenheit von Arbeitsmitteln / Einrichtungen > Allgemeine Beschaffenheitsanforderungen

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Frage:

Im Rahmen eines Projektes `Schutzvorrichtungen für spanabhebende Werkzeugmaschinen` - Fräsen, Bohren, Drehen etc. suche ich nach Vorschriften des Arbeitsschutzes für diese Art Wekkzeugmaschinen in Deutschland. Welcher Schutz für die Beschäftigten an diesen Maschinen ist gesetzlich vorgeschrieben und welcher Schutz ist empfehlungswürdig.

Antwort:

Mit dem deutschen Arbeitsschutzrecht werden im Wesentlichen europäische Richtlinien des Arbeitsschutzes in nationales Recht umgesetzt. Wesentliches Kennzeichen der europäischen Richtlinien des Arbeitsschutzes ist, dass Schutzziele definiert werden, ohne dass Regelungen im Detail getroffen werden.
Regelungen für das Inverkehrbringen und Aufstellen von technischen Arbeitsmitteln sind im Produktsicherheitsgesetz sowie in den dazu erlassenen Rechtsverordnungen getroffen.
Für die Bereitstellung von Arbeitsmitteln durch Arbeitgeber sowie für die Benutzung von Arbeitsmitteln durch Beschäftigte bei der Arbeit, ist in Deutschland die BetrSichV – Betriebssicherheitsverordnung wesentliche Rechtsvorschrift.
Daneben gibt es eine große Zahl harmonisierter Normen bei deren Anwendung die Vermutung gilt, dass das technische Arbeitsmittel den Schutzzielen entspricht. Eine Normen-Recherche Arbeitsschutz wird im Internet unter http://www.kan.de/de/normal/infonetz.html angeboten.

Die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaften, Unfallkassen) haben ein umfangreiches Regelwerk den Betrieb von Arbeitsmitteln betreffend geschaffen, aber auch branchenbezogene Präventionsausschüsse (Fachausschüsse) wie z.B. den Fachausschuss „Metall und Oberflächenbehandlung“ gebildet.

Eine gute Übersicht über Arbeitsschutzmaßnahmen an Zerspannungsmaschinen im Betrieb liefert die berufsgenossenschaftliche Information BGI 5003.

KomNet Arbeit und Gesundheit ist ein kostenloses Beratungsangebot, das Ihnen bei der Planung und Durchführung von ganzheitlichen und präventionsorientierten Maßnahmen des Arbeitsschutzes praxisnahe "Hilfe zur Selbsthilfe" geben möchte. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir von hier aus keine Vorschriften- und Normenrecherche zu speziellen Bereichen vornehmen können und empfehlen, sich ggf. mit einer spezifizierten Fragestellung an den entsprechenden Präventionsausschuss der Berufsgenossenschaft zu wenden.