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KomNet-Wissensdatenbank

Prüfung von Ketten nach VBG 9a

KomNet Dialog 386

Stand:

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Prüfungen (1.13) > Durchführung von Prüfungen

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Frage:

Ich bin Sicherheitsfachkraft und versuche bei Vorträgen und Betriebsbesuchen darauf hinzuwirken, das Ketten entsprechen der VBG 9a jährlich geprüft werden. Doch mir wird meist entgegengehalten, dass dies unnötig sei, da bisher nichts mit der Kette passiert sei und dass der Anwender selbst die Kette vor der Benutzung in Augenschein nimmt. Außerdem sei die Prüfung viel zu aufwendig. Können Sie mir Hilfestellung geben, wie ich die Leute zur jährlichen Prüfung durch einen Sachkundigen nach VBG 9a motivieren kann. Gibt es möglicherweise Informationen über Unfälle mit Ketten oder gibt es eine neuere Möglichkeit zur kosten- und zeitsparenden Kettenprüfung.

Antwort:

In § 39 der Durchführungsanweisungen VBG 9a sind Kenntnisse und Aufgaben eines Sachkundigen ausreichend definiert und können u. E. jedem Facharbeiter übertragen werden. Nach eigener Erfahrung ergibt eine gewissenhafte Überprüfung durch Inaugenscheinnahme immer eine ausreichend gute Bewertung des Zustandes der Lastaufnahmemittel. Z.B bei Ketten (sichtbar/messbar): Materialverlust an korrodierten Stellen, Verschleißspuren und Verformungen an einzelnen Kettengliedern. Die hierfür zulässigen Grenzwerte sind in § 42 der Durchführungsanweisungen VBG 9a aufgeführt. Ebenfalls können bei einem Verdacht von Anrissen in einzelnen Kettengliedern diese mit dem einfach zu handhabenden „Farbeindringverfahren“ sehr schnell sichtbar gemacht werden. Es ist i. d. R. immer sicherer und kostengünstiger eine Kette in erkennbar schlechtem Zustand zu verschrotten als einer aufwendigen Prüfung zu unterziehen. (Stand: 12.02.2000)