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KomNet-Wissensdatenbank

Müssen Abfälle aus biologischen Arbeitsstoffen der Risikogruppe 2 beim Transport innerhalb eines Gebäudes gekennzeichnet werden?

KomNet Dialog 3839

Stand:

Kategorie: Belastungen durch Biostoffe > Rechts- und Auslegungsfragen, Sonstiges (6.1) > Sonstiges (6.1.3)

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Frage:

Müssen Abfälle in einem Labor, die aus biologischen Arbeitsstoffen der Risikogruppe 2 entstanden sind, auf dem Weg vom Labor zum Raum zur Autoklavierung gekennzeichnet werden? (d.h. Kennzeichnung des Sammelbehältnisses für internen Transport innerhalb des Gebäudes)

Antwort:

Behälter von Abfällen biologischer Arbeitsstoffe der Risikogruppe 2 nach BiostoffV aus einem Labor müssen beim innerbetrieblichen Transport mit dem Zeichen "Biogefährdung" nach Anhang I der BioStoffV gekennzeichnet sein. Geregelt ist dies in der TRBA 100 "Schutzmaßnahmen für gezielte und nicht gezielte Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen in Laboratorien".
Die Ziffer 5.3 Absatz 15 ("Der innerbetriebliche Transport von biologischen Arbeitsstoffen außerhalb des Laboratoriums hat in .... gekennzeichneten Behältern zu erfolgen") findet Anwendung für Abfälle aus gezielten Tätigkeiten und gem. Ziffer 6.1.4 Abs. 1 Satz 1 auch für Abfälle aus nicht gezielten Tätigkeiten (siehe hierzu auch Ziffer 6.1.4 Abs. 5 Satz 3 der TRBA 100).

Entsprechendes gilt für Abfälle aus gentechnisch veränderten Organismen (siehe hierzu Anhang III Stufe 2 Ziffer 11 der Gentechnik-Sicherheitsverordnung ("Gentechnisch veränderte Organismen dürfen nur in ....gekennzeichneten Behältern innerbetrieblich transportiert werden").

TRBA 100 siehe http://www.baua.de --> Biologische Arbeitsstoffe --> Technische Regeln für Biologische Arbeitsstoffe.