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KomNet-Wissensdatenbank

Besteht in Bezug auf die Ausrüstung von Fluchtwegstüren mit Panikschlössern Bestandsschutz?

KomNet Dialog 3769

Stand: 06.01.2007

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Notausgänge, Türen und Tore im Verlauf von Fluchtwegen

Dialog
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Frage:

Inwiefern gilt Bestandsschutz bezüglich der Ausrüstung von Fluchtwegtüren mit `Panikschlössern` in älteren Gebäuden? Welche Übergangsfristen gibt es? Welche Vorschriften sind hier einschlägig?

Antwort:

Einschlägig sind hier die Arbeitsstättenverordnung und die jeweilige Landesbauordnung. Entsprechend den Bestimmungen aus Nr. 2.3 des Anhangs zur  Arbeitstättenverordnungmüssen sich Türen im Verlauf von Fluchtwegen oder Türen von Notausgängen von innen ohne besondere Hilfsmittel jederzeit leicht öffnen lassen, solange sich Beschäftigte in der Arbeitsstätte befinden.

In der Arbeitsstättenregel ASR A 2.3 - Fluchtwege und Notausgänge, Flucht- und Rettungsplan  werden weitere Anforderungen an Flucht- und Rettungswege aufgeführt.

Weitere Anforderungen zu Rettungswegen finden sich z.B. im vierten Abschnitt (ab § 36 ff.) und § 17 der Landesbauordnung - BauO NRW;  

Insbesondere die Vorschriften zu Sonderbauten enthalten mitunter konkrete Anforderungen an Fluchtwege. Relevant können die Anforderungen der:
Versammlungsstättenverordnung (§§ 6-9), der
Verkaufsstättenverordnung (§§ 8-16)oder der
Hochhausverordnung (§§ 7-10) sein.

Sofern es sich um Panikschlösser im Sinne der BGI 606handelt, dürfte die Zulässigkeit auch heute noch gegeben sein. Siehe auch die DIN EN 179 und DIN EN 1125 zum Thema Schlösser und Baubeschläge. Normen erhalten sie beim Beuth-Verlag.