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Welche Kleidung ist beim Umgang mit potenziell infektiösen Zellkulturen zu tragen?

KomNet Dialog 3672

Stand:

Kategorie: Belastungen durch Biostoffe > Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Biostoffen > Persönliche Schutzmaßnahmen (6.)

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Frage:

Laut Vorschrift müssen bei der Arbeit mit Zellkulturen,(potenziell infektiöses Material) Kittel aus flüssigkeitsabweisendem Stoff getragen werden, die hinten geschlossen werden können. Genügt unter Umständen eine Einmal-Schürze aus Kunststoff?

Antwort:

Nicht charakterisierte Zellkulturen gelten als potentiell infektiös (z. B. primäre Zellen). Mit diesen muss in der Schutzstufe 2 gearbeitet werden (vgl. Technische Regel für biologische Arbeitsstoffe TRBA 100 "Schutzmaßnahmen für gezielte und nicht gezielte Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen in Laboratorien" Nr. 6.1.2 Abs. 2).
Die Schutzmaßnahmen der Schutzstufe 2 sind in Kap. 5.3 zusammengefasst.
Zur Schutzkleidung: Generell gelten die Grundregeln der guten mikrobiologischen Technik (Anlage zur TRBA 100), welche das Tragen eines Laborkittels verlangt. Dies ist die normale Schutzkleidung bei Arbeiten in der Schutzstufe 1 und 2, wobei bei Schutzstufe 2 noch das Tragen von Handschuhen hinzukommt. Schürzen sind nicht notwendig, da der offene Umgang mit Zellkulturen in der Regel ja unter einer Sicherheitswerkbank erfolgen soll. Erst ab der Schutzstufe 2 werden weitergehende Anforderungen an die Schutzkleidung gestellt.

Die Texte der Technischen Regeln für Biologische Arbeitsstoffe erhalten Sie im Internet z.B. auf den Seiten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA): www.baua.de

Stand: November 2005