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Über welche Qualifikation muss ein Arzt verfügen, der an einer unter § 14 (3) GefStoffV genannten Beratung beteiligt ist?

KomNet Dialog 3661

Stand: 04.08.2011

Kategorie: Gesundheitsschutz > Arbeitsmedizinische Vorsorge > Erforderliche Fachkunde, Anerkennungen

Dialog
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Frage:

Im der neuen Gefahrstoffverordnung ist in § 14 eine arbeitsmedizinische-toxikologische Beratung gefordert. Muss diese Beratung durch einen Arzt (Arbeitsmediziner oder Betriebsmediziner) durchgeführt werden?

Antwort:

Die unter § 14 Abs. 3 GefStoffV  geforderte allgemeine arbeitsmedizinisch-toxikologische Beratung ist unter Beteiligung des Arztes nach § 15 Abs. 3 Satz 2 GefStoffV durchzuführen, falls dies aus arbeitsmedizinischen Gründen erforderlich sein sollte.
Danach sind Ärzte an der Beratung zu beteiligen, die Fachärzte für Arbeitsmedizin sind oder die Zusatzbezeichnung "Betriebsmedizin" führen.
Informationen zu den Qualifikationen bietet die Bundesärztekammer im Internet z.B. unter http://www.bundesaerztekammer.de  an.

In Rechtsvorschriften zum Arbeitsschutz werden keine konkreten Vorgaben über Inhalte und Form der Beratung getroffen. Der Arbeitgeber muss sich daher mit seinem Betriebsarzt über diese Punkte verständigen und sich seinerseits vom Betriebsarzt beraten lassen. Die allgemeine arbeitsmedizinisch-toxikologische Beratung wird in der Regel schon alleine aus fachlichen Gründen der Betriebsarzt vornehmen. Wenn die Situation es erfordert, kann auch ein anderer Arbeits- bzw. Betriebsmediziner beteiligt werden. Eine enge Abstimmung zwischen Arbeitgeber und Betriebsarzt ist hier unumgänglich.
Die formale Verantwortung für die Durchführung der Unterweisung verbleibt aber beim Arbeitgeber.

Siehe auch den Artikel der Bundesärztekammer zur Ermächtigung von Arbeits- oder Betriebsmedizinern: http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/pdf.asp?id=48139