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Wie ist nach der neuen Arbeitsstättenverordnung der Begriff Notausgang zu verstehen?

KomNet Dialog 3654

Stand: 20.01.2011

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Notausgänge, Türen und Tore im Verlauf von Fluchtwegen

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Frage:

Wie ist nach der neuen Arbeitsstättenverordnung der Begriff Notausgang zu verstehen? Meiner Meinung handelt es sich dabei um die direkte Tür ins Freie. Damit sind weiterhin elektrisch betriebene Schiebetüren im Verlauf von Fluchtwegen erlaubt.

Antwort:

Unter Ziffer 2.3 Abs. 2 des Anhangs zur Arbeitsstättenverordnung – ArbStättV wird folgendes ausgeführt:

"Türen im Verlauf von Fluchtwegen oder Türen von Notausgängen müssen
a. sich von innen ohne besondere Hilfsmittel jederzeit leicht öffnen lassen, solange sich Beschäftigte in der Arbeitsstätte befinden,
b. in angemessener Form und dauerhaft gekennzeichnet sein.
Türen von Notausgängen müssen sich nach außen öffnen lassen. In Notausgängen, die ausschließlich für den Notfall konzipiert und ausschließlich im Notfall benutzt werden, sind Karussell- und Schiebetüren nicht zulässig."

Unter Ziffer 6(2) der Technischen Regeln für Arbeitsstätten ASR A2.3 "Fluchtwege, Notausgänge, Flucht- und Rettungsplan" wird diese Forderung konkretisiert:

" Karussell- und Schiebetüren, die ausschließlich manuell betätigt werden, sind in Fluchtwegen unzulässig. Automatische Türen und Tore sind im Verlauf von Fluchtwegen nur in Fluren und für Räume nach Punkt 5 (2) a) und b) zulässig, wenn sie den diesbezüglichen bauordnungsrechtlichen Anforderungen entsprechen."