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Wie hoch darf in wassergemischten Kühlschmierstoffen der Grenzwert von Nitrit sein, wenn ein Inhibitor als Additiv zugesetzt ist?

KomNet Dialog 3607

Stand: 22.08.2012

Kategorie: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Zulässige Belastungen > Grenzwerte

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Frage:

Wenn in wassergemischten Kühlschmierstoffen nachweislich ein Inhibitor als Additv zugesetzt ist zur Verhinderung der Bildung von Nitrosaminen, wie hoch darf dann der Grenzwert von Nitrit sein und in welchen Abständen sollter der Nitritwert und der pH-wert kontrolliert werden?

Antwort:

In der berufsgenossenschaftlichen Regel BGR 143 "Umgang mit Kühlschmierstoffen" finden sich in Kapitel 6.1.1 und Anhang 8 Prüfanforderungen und Intervallempfehlungen bezogen auf Inhaltsstoffe in Kühlschmierstoffen (KSS). Die Grenzwerte beziehen sich auf die Technischen Regeln zur Gefahrstoffverordnung TRGS 552 und TRGS 611. Nach der TRGS 611 Ziffer 4.4 ist Nitrit - und nach Ziffer 4.10 der pH-Wert - grundsätzlich wöchentlich im gebrauchten wassergemischten KSS zu messen. 

Durch die Novellierung der Gefahrstoffverordnung hat sich der Stellenwert der bisherigen technischen Regeln verändert. Siehe dazu dieBekanntmachung des BMWA vom 31. Dezember 2004 - IIIb3-35122 zur Anwendung der TRGS vor dem Hintergrund der neuen Gefahrstoffverordnung.

Auf die mögliche Besiedlung des Kühlschmierstoffes durch Keime (Pilze, Hefen u. Bakterien) je nach Zusammensetzung, thermischer Belastung und Nutzungsdauer wird hingewiesen (siehe dazu auch BGI 762).