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Mein Arbeitgeber möchte nicht, dass wir privat finanzierte Fitnessgeräte in seinem Unternehmen aufstellen - ist das zulässig?

KomNet Dialog 3399

Stand: 01.09.2005

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Gesundheitsschutz > Gesundheitsförderung

Dialog
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Frage:

Zur Verbesserung unserer körperlichen Fitness und zur Gesundheitsförderung möchten wir in den Pausen verschiedene Fitnessgeräte nutzen, die wir von zu Hause in den Betrieb mitgebracht haben. Unser Arbeitgeber möchte jedoch nicht, dass wir diese privaten Fitnessgeräte im Betrieb aufstellen. Ist das zulässig?

Antwort:

Tatsächlich kann ein Arbeitgeber das Aufstellen von Fitnessgeräten, auch wenn sie privat finanziert sind, in seinem Betrieb untersagen. Dabei könnten die Geräte einen wertvollen Beitrag zur betrieblichen Gesundheitsförderung leisten. Betriebliche Gesundheitsförderung wiederum kann die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichern.

Als besonders wirkungsvoll hat sich erweisen, ein Gesundheitsmanagement in das Betriebskonzept zu integrieren. Der Erhalt und die Förderung der Gesundheit der Beschäftigten darf dabei keine punktuelle Maßnahme sein, sondern sollte als ein andauernder Prozess verstanden werden, der die Beschäftigten ihr gesamtes Arbeitsleben, vor allem auch im täglichen Arbeitsablauf, begleitet.

Im konkreten Fall bietet es sich an, beim Arbeitgeber anzuregen, dass im Rahmen eines Arbeitskreises entsprechende Maßnahmen entwickelt werden, die von allen Seiten Zustimmung erfahren. An dem Arbeitskreis sollte auch der betriebsärztliche Dienst und Fachleute aus dem Bereich Arbeitssicherheit beteiligt werden.