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Müssen ATEX-Prüfzertifikate in der jeweiligen Landessprache ausgestellt werden?

KomNet Dialog 3356

Stand:

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Explosionsschutz, Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen > Prüfungen (1.4.3)

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Frage:

Müssen ATEX-Prüfzertifikate in der jeweiligen Landessprache ausgestellt werden, welche Richtlinie besagt das?

Antwort:

Die einschlägigen Rechtsnormen sind hier die EG-Richtlinie 94/9/EG (ATEX) und die Explosionsschutzverordnung (11. GPSGV). Die Vorschriften können sie auf der Internetseite www.arbeitsschutz.nrw.de bzw. für die EG-Richtlinie unter http://europa.eu.int/comm/enterprise/atex/direct/newapproach.htm einsehen.

Gemäß den o.g. Vorschriften können die Unterlagen über das Konformitätsbewertungsverfahren ("ATEX-Bescheinigung") in einer der Amtssprachen der EG-Mietgliedsstaaten verfasst werden oder in einer von der benannten Stelle akzeptierten Sprache (Artikel 8 Absatz 6 RL 94/9/EG und § 4 Absatz 4 der 11.GPSGV).

Darüber hinaus muss jedem Gerät und Schutzsystem eine Betriebsanleitung beigefügt werden. Diese Betriebsanleitung muss dann die Angaben der Kennzeichnung enthalten, d.h. Name und Anschrift des Herstellers, Bezeichnung der Serie und des Types, Baujahr, Gerätegruppe und -kategorie und das EX-Zeichen.

Weiterhin enthält die Betrtiebsanleitung Angaben zur Verwendung, Montage, Instandhaltung, Wartung und Reperatur. Spezifische Kenngrößen, wie Drücke, Grenzwerte, elektrische Kenngrößen, etc. und zweckdienliche Angaben im Hinblick auf die Sicherheit (inkl. notwendiger Pläne und Schemata) sind ebenfalls anzugeben.

Die Betriebsanleitung muss in der Sprache des Verwendungslandes mitgeliefert werden. Dafür verantwortlich ist der Hersteller oder der Bevollmächtigte, der das Gerät in den betreffenden Sprachraum einführt. (Anhang II Ziffer 1.0 ff. RL 94/9/EG).

Stand: Juni 2005