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Was ist bei Pendeltüren in öffentlichen Gebäuden mit Publikumsverkehr zu beachten?

KomNet Dialog 3304

Stand:

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Türen, Tore, Fenster

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Frage:

Was ist bei Pendeltüren in öffentlichen Gebäuden/Räumen mit Publikumsverkehr (auch Kinder !) zu beachten ? Reicht die Beachtung der Arbeitsstättenverordnung? Gibt es Sicherheitshinweise oder Kennzeichnungen ??

Antwort:

Als Rechtsgrundlagen für Pendeltüren sind die Bauvorschriften der jeweiligen Bundesländer zu nennen. Insbesondere sind in bestimmten Sonderbauvorschriften, die beispielsweise für bestimmte öffentliche Gebäude heranzuziehen sind, Anforderungen oder Verbote aufgeführt. Ist die Pendeltür in einer Betriebsstätte, in denen Arbeitnehmer beschäftigt sind, eingebaut, hat der Arbeitgeber darüber hinaus Arbeitsschutzvorschriften (z.B. Arbeitsschutzgesetzund Arbeitsstättenverordnung) einzuhalten. Pendeltüren sind somit im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen.
- Nach Arbeitsstättenverordnung gilt: „Pendeltüren und -tore müssen durchsichtig sein oder Sichtfenster haben“ (siehe Arbeitsstättenverordnung).
- Nach bestimmten Sonderbauvorschriften sind Pendeltüren in Rettungswegen unzulässig.
- Handelt es sich um eine automatische Pendeltür, ist die Neunte Verordnung zum Geräte- und Produktsicherheitsgesetz -  9. GPSGV i.V.m. der Richtlinie 98/37/EG(Maschinenrichtlinie) für die Beschaffenheit der Tür maßgebend.

Der Betreiber hat auf jeden Fall im Rahmen seiner allgemeinen Verkehrssicherungspflicht dafür zu sorgen, dass Dritte keine Schäden durch vorhersehbare Gefahren erleiden. Hierbei sind ggf. auch Kinder zu berücksichtigen.
Im Einzelfall sind dementsprechend Maßnahmen seitens der Betreibers zu treffen. Inwieweit allgemein verständliche Piktogramme als Sicherheitshinweise ausreichend sind, ist im Einzelfall zu prüfen.