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KomNet-Wissensdatenbank

Muss Mitarbeiterinnen einer Zahnarztpraxis, die zur Behandlung Handschuhe tragen, eine entsprechende Vorsorgeuntersuchung angeboten werden?

KomNet Dialog 3281

Stand:

Kategorie: Gesundheitsschutz > Arbeitsmedizinische Vorsorge > Untersuchungsinhalte

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Frage:

Die neue Gefahrstoffverordnung schreibt die Vorsorgeuntersuchung Haut beim Tragen von feuchtigkeitsdichten Handschuhen vor bzw. es besteht ggfs. nur die Angebotspflicht. Fallen Mitarbeiter einer zahnärztlichen Praxis, die während der Behandlung Handschuhe tragen, sie danach ausziehen und wechseln ebenfalls in den zu untersuchenden Personenkreis hinein?

Antwort:

Das Tragen feuchtigkeitsundurchlässiger Schutzhandschuhe gilt als Feuchtarbeit (siehe auch TRGS 531 - Gefährdung der Haut durch Arbeiten im feuchten Milieu (Feuchtarbeit)). Ein häufiger Handschuhwechsel wird sogar empfohlen. Bei Feuchtarbeit von regelmäßig mehr als 2 Stunden müssen den Beschäftigten nach ArbMedVV Anhang, Teil 1 Vorsorgeuntersuchungen (nach dem BG-Grundsatz 24) angeboten werden, bei Feuchtarbeit von regelmäßig mehr als 4 Stunden sind diese sogar verpflichtend. Dieses gilt auch für Mitarbeiter(innen) einer Zahnarztpraxis. Entscheidend ist die tägliche Gesamtzeit, in der diese Handschuhe getragen werden.