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Wie sind Fluchtwege in einem sechsstöckigen Bürogebäude zu kennzeichnen und zu beleuchten?

KomNet Dialog 3243

Stand: 16.01.2008

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Beleuchtung und Kennzeichnung von Fluchtwegen

Dialog
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Frage:

Wie sind Fluchtwege und Treppen in einem Bürogebäude mit 6 Geschossen und etwa 200 Mitarbeitern, zwei Treppenhäusern und zwei Notausgängen, Rauchschutztüren mit großer Glasfläche, die bei Stromausfall selbsttätig zufallen zu kennzeichnen und zu beleuchten (Notlicht)? Welche gesetzliche Grundlagen gibt es, um Forderungen an den Gebäudeeigentümer zu stellen?

Antwort:

Allgemeine Anforderungen an Fluchtwege und Notausgänge sind in Ziffer 2.3 des Anhangs zur Arbeitsstättenverordnung,

Diese grundsätzlichen Forderungen werden in folgenden Regelwerken konkretisiert:

- BGV A8 - Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz, 
- BGI 606 Verschlüsse für Türen von Notausgängen,
- Empfehlung des Bundesministers für Arbeit und Sozialordnung zur Aufstellung von Flucht- und Rettungsplänen vom 10.12.1987, http://www.gaa.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/16486/7_1.pdf
- Bauregelliste A Teil 1: http://www.dibt.de/de/Geschaeftsfelder/BRL_TB.html
Ziffer 6.18 Richtlinie über automatische Schiebetüren in Rettungswegen -AutSchR- (1997-12)

Ziffer 6.19 Richtlinie über elektrische Verriegelungssysteme von Türen in Rettungswegen -EltVTR- (1997-12)

Wir empfehlen, dass Sie sich an den vorbeugenden Brandschutz der Feuerwehr wenden und im Rahmen eines Ortstermines die notwendigen Maßnahmen abklären.

Die Kostenfrage betrifft das Mietverhältnis und ist somit eine mietrechtliche Frage.
Im Internet wird unter http://www.wdr.de/tv/recht eine Online-Beratung des ARD-Ratgebers Recht u.a. zum Thema Mietrecht angeboten. Danach obliegen die laufende Instandhaltung und die Instandsetzung nach dem Gesetz (Vgl. § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB) dem Vermieter.