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KomNet-Wissensdatenbank

Muss ein begaster Container von einem `Begasungsleiter` freigegeben werden?

KomNet Dialog 3068

Stand:

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Begasungen

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Frage:

Als Spediteur habe ich das folgende Problem: Auf den Internetseiten des Amtes für Arbeitsschutz, Hamburg, wird darauf hingewiesen, daß bei Verdacht auf begaste Container diese von einem `Begasungsleiter` freigegeben werden müssen. Wie finde ich einen Begasungsleiter?

Antwort:

Zur Freigabe von begasten Containern muß ein `Befähigungsscheininhaber` für das entsprechende Gas herangezogen werden. Befähigungsscheininhaber sind Angehörige einer Firma, die unbedingt eine behördliche Erlaubnis zur Anwendung von Begasungsmitteln haben muß (TRGS 512, Ziffer 4). Diese Firma muß über qualifiziertes Personal, d.h. Befähigungsscheininhaber für alle infrage kommenden Begasungsmittel verfügen. Im Zweifel sollte sich der Auftraggeber dies schriftlich bescheinigen lassen. Wenn wiederholt Freigabemessungen durch einen Spediteur zu veranlassen sind, empfiehlt es sich, zeitig Angebote einzuholen und Rahmenvereinbarungen sowohl mit der Begasungsfirma als Dienstleiter als auch mit den eigenen Kunden hinsichtlich der Kostenübernahme für diese Zusatzleistung zu treffen. Geeignete Firmen finden Sie z.B. - im Internet des Freistaates Sachsen http://www.arbeitsschutz-sachsen.de Rubrik `Praktische Lösungen` Begasungsfirmen. - in den `Gelben Seiten` unter dem Suchbegriff `Schädlingsbekämpfung`. Sie erhalten dort eine große Anzahl von Treffern, wobei die auf diese Weise aufgefundenen Fimen nicht alle für die Durchführung von Begasungen mit den zu erwartenden Begasungsmitteln qualifiziert sind. - durch Abfrage beim `Deutscher Schädlingsbekämpfer Verband e.V.` http://www.dsvonline.de, dort sind ca. 300 Firmen organisiert, die ca. 70% des Marktes abdecken. Stand: 11.03.2005