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Kann man einem deutschen Standort sicher sein, dass bei heutigen Bauvorhaben nur `neue` Mineralwolle verwendet wird, oder muss dies explizit spezifiziert werden?

KomNet Dialog 2904

Stand:

Kategorie: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Verwendungsverbote > Sonstige Verwendungsverbote

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Frage:

Kann man als Unternehmer an einem deutschen Standort sicher sein, dass bei heutigen Bauvorhaben nur `neue` Mineralwolle verwendet wird, oder muss dies explizit spezifiziert werden?

Antwort:

Unter `alten` Mineralwolldämmstoffen werden Produkte zusammengefasst, die nicht die Kriterien des Anhangs IV Nr.22 Abs.2 der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) erfüllen und als krebserzeugend (Kategorie 2) oder krebsverdächtig (Kategorie 3) gelten. `Neue` Mineralwolldämmstoffe erfüllen hingegen die Kriterien des Anhangs IV Nr.22 Abs.2 der GefStoffV und gelten als nicht krebserzeugend (Kategorie 2) oder krebsverdächtig (Kategorie 3). Nach der Chemikalienverbotsverordnung dürfen biopersistente Fasern (Künstliche Mineralfasern) nur in den Verkehr gebracht werden, wenn sie die in Spalte 3 Abschnitt 23 des Anhangs der Chemikalienverbotsverordnung genannten Kriterien erfüllen. Wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 1 der Chemikalienverbotsverordnung in Verbindung mit dem Anhang die dort aufgeführten Stoffe, Zubereitungen oder Erzeugnisse in den Verkehr bringt, begeht eine Straftat. Stand: 20.12.2004