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KomNet-Wissensdatenbank

Auswahl von persönlicher Schutzausrüstung bei überbetrieblicher Ausbildung

KomNet Dialog 2861

Stand:

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Persönliche Schutzausrüstung (PSA) > Beschaffung und Bereitstellung von PSA

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Frage:

Wir sind ein privater Anbieter von Maßnahmen der überbetrieblichen Ausbildung (Bauhaupt-/-nebengewerbe, Klempner/Instalateure, Zimmerleute u.ä. sowie im kaufmännischen Bereich). Momentan durchlaufen rund 40 Auszubildende unsere Maßnahmen. Für den handwerklich-technischen Bereich sollen neue Helme, Handschuhe, Sicherheitsschuhe usw. beschafft werden. Um die Kosten wegen häufiger Wechsel der Azubis im Rahmen zu halten, wollen wir die o.g. Artikel in unterschiedlichen Größen kaufen und diese dann zur Verfügung stellen. Ist das rechtmässig oder müssen wir für jeden Azubi individuelle Artikel beschaffen?

Antwort:

Gem. § 2 Abs. 2 der PSA-Benutzungsverordnung vom 4. Dez. 1996 (BGBl. I S. 1841) sind persönliche Schutzausrüstungen `grundsätzlich für den Gebrauch durch eine Person bestimmt`. Lediglich, wenn die `Umstände es erfordern`, ist eine Benutzung durch verschiedene Beschäftigte erlaubt. Ein solcher Fall kann bei einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte vorliegen. In diesem Fall hätten Sie als Betreiber der Ausbildungsstätte dafür zu sorgen, dass keine Gesundheitsgefahren oder hygienische Probleme auftreten. Zur genauen Beurteilung des Einzelfalls können Sie sich an Ihr zuständiges Gewerbeaufsichtsamt bzw. Staatliches Amt für Arbeitssschutz wenden. Die Anschrift der örtlich zuständigen Arbeitsschutzbehörde kann im Deutschen Arbeitsschutzportal abgerufen werden. Stand: 18.10.2004