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Welchen Prüfverfahren und -fristen unterliegen Rauchmelder?

KomNet Dialog 2855

Stand:

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Prüfungen (1.13) > Prüffristen

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Frage:

Die DIBt-Richtlinien (Deutsches Institut für Bautechnik) sprechen davon, dass Rauchmelder innerhalb einer Feststellanlage (Rauchschutztür; Feuerschutztür), die dazu dienen, im Brand/Rauchfall die Schließung eines Brandabschlusses zu veranlassen, einer periodischen Prüffrist unterliegen. Auf der einen Seite eine jährliche UVV Prüfung, die die Funktion und das Zusammenspiel aller Anlagenbestandteile überprüft und eine monatliche Prüfung auf ordnungsgemäße Funktion durch den Betreiber der Anlage. Ist es möglich, auf Basis einer Gefährdungsbeurteilung (BetrSichV) und einer statistischen Auswertung, die die Fehlerquote der geprüften Rauchmelder belegt, das monatliche Prüfintervall zu strecken, um so den Prüfaufwand zu minimieren?

Antwort:

Rauchmelder sind keine Arbeitsmittel nach Betriebssicherheitsverornung. Eine Gefährdungsbeurteilung kann deshalb nicht als Begründung herangezogen werden, um die Frist für die monatliche Prüfung zu verlängern. Die Hamburger Feuerwehr weist darauf hin, daß besonders bei Brandverhütungsschauen in Betrieben, Rauch- und Feuerschutztüren und die dazugehörigen bauaufsichtlich zugelassenen Schließ-, Auslöse- und Feststellvorrichtungen Mängelschwerpunkte darstellen. Mängel sind in erster Linie betrieblich bedingt und beruhen nicht auf Fehler in der Herstellung oder Fertigung. Daher sollten die festgesetzten Prüfintervalle nicht verlängert werden. Ein möglicher Weg für die Verlängerung der Intervalle ergibt sich aus dem Zertifizierungsverfahren: Die Prüfintervalle der Rauchmelder werden von den Herstellern festgelegt. Diese können sich längere Intervalle für die monatliche Prüfung zertifizieren lassen. Für den Anwender / Unternehmer sind die Herstellerangaben verbindlich. Stand: 11.11.2004