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KomNet-Wissensdatenbank

Schutzmaßnahmen bei Allergien gegen Staub

KomNet Dialog 2835

Stand:

Kategorie: Gesundheitsschutz > Allergien > Allergien der Atemwege

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Frage:

Eine meiner Aufgaben besteht in der Sichtung von -teilweise alten- Akten. Als Allergiker auf Staub, Weizenprodukte und Steinfrucht habe ich öfters mit massiven körperlichen Beschwerden zu tun, wenn ich aus dem Archiv zurückkomme. Ich habe schon überlegt, ob ich eine Atemmaske mitnehmen soll, aber das ist doch bei der Arbeit eher hinderlich. Haben Sie Tipps wie ich mich schützen kann?

Antwort:

Als Erstes sollten Sie mit Ihrem Betriebsarzt über dieses Problem reden. Dieser ist zur Schweigepflicht verpflichtet und kennt Ihren Arbeitsplatz. Idealerweise kennt er auch die Organisationsstrukturen Ihres Arbeitgebers und weiß "an welchen Strippen man ziehen muss". Aus dem Kontext vermuten wir, dass Sie mit einem Asthma reagieren. Bei Allergien ist –unabhängig von Einzelmeinungen– die „Lehrbuchmeinung", dass man das Allergen vermeidet, auf das man allergisch reagiert. Wir empfehlen zunächst abzuklären, ob Sie eine echte Allergie auf Staub haben oder ob es sich hierbei um eine so genannte bronchiale Hyperreagibilität haben. Im ersten Fall sollten Sie am besten die staubigen Arbeiten unterlassen (d.h. dass Sie mit Ihrem Arbeitgeber diesbezüglich reden müssten) und/oder mit Ihrem Allergologen sprechen, ob bei Ihnen eine Hyposensibilisierungs-Therapie sinnvoll ist. (Möglich wäre z. B., dass Sie auf Schimmelpilz-Sporen, die in dem Staub enthalten sein könnten, allergisch reagieren. U.U. lässt sich bei bestimmten Schimmelpilz-Arten eine solche Hyposensibilisierungs-Therapie durchführen). Im zweiten Fall können Sie in der Tat mit einer Atemmaske arbeiten, wenn es technisch nicht möglich oder unzumutbar ist, die Staubmenge zu reduzieren. Auch sollte geprüft werden, ob durch eine Änderung des Arbeitsablaufes staubärmer gearbeitet werden kann. Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit kann Sie diesbezüglich beraten. Sind technische und organisatorische Maßnahmen nicht möglich, muss Ihnen Ihr Arbeitgeber eine Atemmaske zur Verfügung stellen. Es gibt unterschiedlich bequeme Atemmasken. Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit und/oder Ihr Betriebsarzt können Ihnen wahrscheinlich verschiedene Modelle zum Ausprobieren zur Verfügung stellen.

Stand: November 2004